27. JULI 2020 | Wie InnovationsMacher aus der Krise Chancen machen!

Am Montag den 27. Juli lud der Senat der Wirtschaft Österreich im Zuge seiner Initiative „DieInnovationsMacher“ zum exklusiven Online Leaders-Talk mit dem Titel „Wie InnovationsMacher aus der Krise Chancen machen“. Der Erfahrungsaustausch der UnternehmerInnen, mit dem Fokus auf Lösungen und Chancen, stand dabei klar im Fokus.

Die Diskussionsteilnehmer kamen aus dem Bereich Tourismus- & Hotellerie. Neben Beat Blaser, Managing Partner & Co-Founder der Falkensteiner Ventures AG, waren dies Petra Nocker-Schwarzenbacher, Eigentümerin und Geschäftsführerin des Hotel Brückenwirt, Marius Donhauser, Inhaber und Geschäftsführer der hotelkit GmbH und der General Manager des Grand Hotel Wien, Horst Mayer. Zudem war es Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft, der die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem gesamten Senats-Netzwerk einbrachte. Geleitet wurde die illustre Runde vom Leiter des Innovations-Macher-Programms Mag. Gerald Krug-Strasshofer.

Bei den zwei durchgeführten Umfragen während des Meetings sahen 60 Prozent der Teilnehmer die Corona Pandemie als Chance. Augenscheinlich ist, dass (ausgenommen Falkensteiner Ventures) alle Unternehmen noch in Kurzarbeit sind, mit dem Ziel keine Mitarbeiter zu kündigen. Einstimmigkeit herrschte beim Thema Innovation. Die Diskussionsteilnehmer sind der Meinung, dass jetzt der beste Zeitpunkt ist in innovative Lösungen zu investieren.

Beat Blaser sieht die Corona Pandemie von tiefstem Herzen als Chance, wobei die Krise de facto nicht weggeredet werden kann. „Was die Falkensteiner Hotels und Appartements betrifft war es natürlich eine riesige Herausforderung 35 Hotels innerhalb von 24 Stunden zu schließen“, so Blaser. Die Falkensteiner Ventures AG unterstützt ausgewählte Gründer in Hotellerie & Parahotellerie, Travel & Freizeitindustrie und Altenpflege und agiert völlig eigenständig.  Viele Hotels haben gemerkt, dass es jetzt einer Veränderung bedarf, resümiert Blaser. Falkensteiner Ventures hat die Chance genützt und konnte während der letzten sechs Monate zwei Jungunternehmen die in die Krise geschlittert waren mit einem Investment neue Perspektiven geben.

Für Petra Nocker-Schwarzenbacher, die mit 28 Jahren das Familienhotel übernommen und es zu einem 4-Sterne Hotel ausgebaut hat, ist es im Moment ein „Fahren im Nebel auf Sicht“. Derzeit ist zwar die Buchungslage nicht rosig, die Notwendigkeit besteht jetzt darin sich seiner Stärken noch bewusster zu werden und diese zu stärken. Die Gäste buchen Hotels in Österreich, weil wir die Gastfreundschaft und Professionalität leben, um den Gäste einen unbeschwerten Urlaub zu ermöglichen.

„Einige von uns sind Grenzgänger, was Investitionen betrifft – Rückzahlungen stehen an, diese sind nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben“ so Nocker-Schwarzenbacher

Das Gute sei der Zusammenhalt in der Familie und die enge Bindung zu den Mitarbeitern. „Wir investieren insbesondere jetzt in die Ausbildung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter.“

Daneben gewinnen die UN-Nachhaltigkeitsziele (17 SDGs) für Nocker-Schwarzenbacher immer mehr an Wert. Mit Nachhaltigkeit gewinnen wir zukünftig eine Gästeschicht, die davor nicht erreichbar war.

Auch für Marius Donhauser der seit knapp 8 Jahren die Nachfolge seiner Eltern im 4-Sterne Stadthotel „Der Salzburger Hof“ angetreten hat waren es extrem harte Wochen. „Im Hotel sind wir draufgekommen, dass wir gar keinen Briefkasten haben“, so Donhauser.  Das Salzburger Stadthotel ist im Moment nur zu 25% ausgelastet, da die Gäste zu „Normalzeiten“ überwiegend aus den USA und Großbritannien kommen.

Ebenso vor 8 Jahren gründete Donhauser „hotelkit“ – eine digitale Lösung für Hotels, die der Vereinfachung und Optimierung von Arbeitsabläufen sowie einer optimierten Kommunikation dient. Die Möglichkeit der Kommunikation via hotelkit hat sich auch während COVID als positives Merkmal herauskristallisiert, um während des Lock-Downs in direktem Austausch mit den KollegInnen zu stehen. Hotelkit zählt mehr als 1.200 Kunden in über 40 Ländern

Da die Prozesse bei Krankenhäusern, Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen jenen der Hotels sehr ähnlich wurde zudem medikit, die digitale Plattform für medizinische Organisationen gergründet. Das Salzburger LKH arbeitet mit medikit. Die digitale Plattform wird auch genutzt um zu sehen wie die der Status der aktuellen Belegung der COVID-Betten in den mehr als 10 Krankenhäusern ist.

Als Chance sieht auch Horst Mayer, General Manager des Grand Hotel Wien die COVID-Pandemie. „Wir feiern heuer unser 150-Jahres-Jubliäum. Wir müssen daher nach vorne schauen“. Auch im Grand Hotel Wien sind alle Mitarbeiter in Kurzarbeit. „Das oberste Ziel ist es die Mitarbeiter zu halten, da sie das größte Gut für uns sind“, so Mayer. Langfristig gesehen sind insbesondere gut ausgebildete Lehrlinge für unser Haus und unsere gesamte Branche extrem entscheidend.  Bei einer Einstellung von Lehrlingen ist es im Moment aber nicht möglich, den Ausbildungsauftrag wie gewohnt zu erfüllen. Hier gilt es eine neue Lösung zu finden, um den Lehrlingen auch unter diesen Umständen die beste Ausbildung zu ermöglichen.

Was das Thema der Innovation angeht, gilt es jetzt Prozesse zu überprüfen um gestärkt aus der Krise hervorzukommen. Das Ziel dabei muss sein, dadurch so viel Zeit wie möglich dem Gast zu widmen.

Laut Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft, braucht es jetzt UnternehmerInnen die anpacken. „Es ist wie immer der Mittelstand – das Rückgrat unserer Wirtschaft, welche getrieben von deren Eigenverantwortung, der sozialen Verantwortung zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sind. Zudem fordert Harrer, dass die Eigenkapitalbildung in den Unternehmen gefördert werden muss. Eine Steuerreform ist hier mehr als notwendig. Zudem ist es die Umwegrentabilität bei Investitionen von Hotelbetrieben nicht zu vernachlässigen. „Da geht es um ganze Regionen und deren Unternehmen die an einer Investition eines Hotels dranhängen“, so Harrer.

Die Experten fassen 2023 ins Auge, dann soll wieder ein ähnliches Buchungsniveau wie 2019 vorherrschen, was jedoch von Faktoren wie dem uneingeschränkten Flugverkehr einer Medikation und einem eventuell sich verändernden Reiseverhalten der Gesellschaft abhängig ist.

22. JUNI | ONLINE LEADERS TALK

Stark in stürmischen Zeiten – Jetzt die besten Chancen nutzen!

Am Montag den 22. Juni 2020 lud der Senat der Wirtschaft zum exklusiven Online Leaders-Talk „Stark in stürmischen Zeiten – Jetzt die besten Chancen nutzen“. Der Austausch, in kleiner Runde, zu den bisherigen Covid-Erfahrungen inkl. Good- und Bad-Practice der UnternehmerInnen stand dabei klar im Fokus.

Die Diskussionsteilnehmer kamen dabei aus unterschiedlichen Branchen. Neben Ing. Benjamin Fellinger, CEO & Managing Partner von Nexus Elastomer Systems waren dies Brigitte Ecker, Geschäftsführerin von Epamedia, Markus Kreisel, Inhaber und Geschäftsführer von KREISEL Electric und die Geschäftsführerin und Inhaberin von Hänsel & Gretel Christine Rührlinger. Darüber hinaus berichtete Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft, über die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Senats-Netzwerks berichtete. Geleitet wurde der Leaders-Talk vom Leiter des InnovationsMacher-Programms – einer Initiative des Senat der Wirtschaft – Mag. Gerald Krug-Strasshofer.

Die unterschiedlichen Blickwinkel der jeweils erlebten Situation und die Erfahrungen und Learnings der letzten Wochen haben diesen Online-Leaders Talk besonders gemacht. Bei den zwei durchgeführten Umfragen während des Meetings sahen 60 Prozent der Teilnehmer die Corona Pandemie als Chance. Einstimmigkeit herrschte beim Thema Innovation. Die Diskussionsteilnehmer sind der Meinung, dass Innovation jetzt und in Zukunft eine wichtige Rolle für den unternehmerischen Erfolg spielen wird. Insbesondere Innovationen für KMUs die von außerhalb kommen – durch Kooperationen mit Jungunternehmen – werden als essentieller Bestandteil gesehen. Dies bestätigt auch Markus Kreisel, Kreisel Electric, der sagt, dass ohne Kooperationen und Ressourcen von außen, er nicht sagen könnte: „Wir haben die beste Batterietechnologie der Welt“.

Die Herausforderungen der letzten Wochen bestanden vor allem in der Kommunikation mit der Hausbank, dem Umgang mit Umsatzeinbrüchen bzw. zurückgestellten Aufträgen und dem daraus folgenden Problem der Liquidität. Dem zum Trotz berichtet Brigitte Ecker, Epamedia davon, dass trotz des drastischen Umsatzeinbruchs investiert wurde. „Wir haben 10.000 Plakate in Österreich mit den Corona-Maßnahmen geklebt und mit dieser Informationskampagne öffentliches Bewusstsein geschaffen“, so Ecker. Auch trotz des Lock-Downs und dem daraus resultierenden Umsatzeinbruch sieht Christine Rührlinger, Hänsel & Gretel die kommenden Monate positiv. „Wir haben volle Auftragsbücher. Unsere Herausforderung ist es jetzt gemeinsam anzupacken um unsere Kunden glücklich zu machen. Wichtig für uns ist jetzt noch, dass die für Herbst geplanten Veranstaltungen stattfinden können“, so Rührlinger.

Chancen bestehen insbesondere am Arbeitsmarkt. Hochqualifizierte Mitarbeiter stehen zur Verfügung, wo der Großteil der Teilnehmer jetzt für die Zukunft investieren möchte. Benjamin Fellinger, Nexus sagt, „In den letzten 6 Wochen haben wir 11 neue Mitarbeiter aufgenommen. Diese Chance musst du nutzen“. Zudem ist es insbesondere jetzt wichtig ein Augenmerk auf den Vertrieb und die Kundenbindung zu legen. Die menschliche Komponente und der persönliche Austausch mit Mitarbeitern und Kunden spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Für Hans Harrer, Senat der Wirtschaft spiegelt das Bild der Diskussionsteilnehmer jenes des Senats-Netzwerks ab. „Wichtig ist es das wir in Chancen denken. Denn was wir heute mehr denn je benötigen ist eine Zukunftsperspektive, wo sowohl Mutmacher als auch Innovationsmacher gefragt sind, um im WIR den Karren aus dem Sumpf zu ziehen.“

23. JUNI 2020 | LIQUIDITÄT ABSEITS VON FÖRDERUNGEN

 

 

 

 

 

 

Am 23. Juni lud der SENAT DER WIRTSCHAFT zum Finanz-Webinar zum Thema “Liquidität abseits von Förderungen”:

“Österreichs Mittelstand braucht für den Neustart nach Corona, für den Wiederaufbau der Wirtschaft und vor allem für den benötigten (Klima-) Innovationsschub, neben den mehr oder weniger erreichbaren staatlichen Hilfsmaßnahmen, innovative Finanzierungslösungen und vor allem privates Eigenkapital“, sagte Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des SENAT DER WIRTSCHAFT in seinen Begrüßungsworten. Er betonte, dass der derzeitige Weg über (gefördertes) Fremdkapital aus den COVID-Hilfspaketen wirke dagegen wie eine immer schwerere Bleikugel wirke und mahnte, dass die Rückzahllast der Coronakredite werde auf Jahre hinaus jegliche Dynamik hemmen werde. Der Neubeginn nach der Coronakrise biete die einmalige Gelegenheit aus einem Land von Sparbuchbesitzern ein Land von Shareholdern zu machen.

Dass es sehr unkomplizierte Möglichkeiten zur Liquiditätsbeschaffung und vor allem zur Stärkung des Eigenkapitals gibt wurde dann von den drei Referenten kurz und prägnant dargelegt:

– Mag. Günther Lindenlaub, Gründer der Finnest Gmbh und COO der Invesdor Group stellte eine  innovative auf Gutscheinen basierende Crowd-Funding-Lösungen für die Hotellerie vor Darüber hinaus bietet sein innovatives FinTech die schnellste und unkomplizierteste Art auch für kleine KMUs und Familienbetriebe über Aktien an Eigenkapital zu kommen.

– Welch unkomplizierte und rasche Möglichkeiten an Liquidität zu kommen das Factoring bietet präsentierte Mag. Andreas Draxler, Vorstand A.B.S. Factoring AG.

Equity 2.0 – Eigenkapitalstärkung und Wachstumsfinanzierung ohne Abgabe von Gesellschaftsanteilen war schließlich das Thema von Mag. Werner Edlinger, Geschäftsführer von TAUROS Capital Management GmbH.

Zum Abschluss appellierten alle Teilnehmer an die KMUs, sich für Eigenkapitalbeteiligungen zu öffnen, um stärker und resilienter zu werden, und an die Politik, endlich die Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital zu beenden. Die dafür notwendigen Gesetzesänderungen hat der SENAT DER WIRTSCHAFT schon mehrfach definiert.

Die Präsentationen zum DOWNLOAD:

>> TAUROS Capital Management GmbH (Senator Mag. Werner Edlinger)

>> Invesdor Group (Senator Mag. Günther Lindenlaub)

>> Finnest/Hotel Crowd-Funding(Senator Mag. Günther Lindenlaub)

>> A.B.S Factoring AG (Senator Mag. Andreas Draxler)

600 TeilnehmerInnen am Coporate Day 2020

Der Corporate Day 2020 ist am 12.05. erstmalig digital umgesetzt worden. Mehr als 600 Teilnehmer aus 32 Ländern haben an über 700 direkten Meetings auf der Plattform sowie mit vielen weiteren auf alternativen Kanälen wie Skype und Zoom partizipiert.

Knapp 40.000 Aufrufe im Marketplace, in dem sich Unternehmen und Organisationen präsentieren konnten, stehen für rund 50 Aufrufe/Messestandbesuche je ausgestelltem Produkt bzw. Service.

Die  Zusammenarbeit aller beteiligten Netzwerk-Partner hat gezeigt, dass ein sehr guten Nährboden für Innovation und Startup-Corporate-Kooperation am Wirtschaftsstandort Österreich vorhanden ist, so Dusan Todorovic, Projektleiter des Corporate Days.

Falls Sie die Stage Show oder Teile davon verpasst haben, der Video-Stream steht ab sofort auf www.corporateday.at zur Verfügung.

Sind Sie an ein Kooperationen mit Startups interessiert?
Dann schaue Sie auf www.d-im.io vorbei und haben Sie Mut zur Innovation.

9. MÄRZ 2020 | SENATs-AUFTAKTVERANSTALTUNG

Chance Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE

Am vergangenen Montag, den 9. März, durften wir noch vor Beginn der alljährlichen SENATs-Auftaktveranstaltung unsere neuen Senatorinnen und Senatoren im Looshaus und im Beisein unserer Vizepräsidentin Benita Ferrero-Waldner feierlich in unseren Kreis aufnehmen.

Die anschließende Veranstaltung „Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE“ mit Schwerpunkt auf Innovation und Technologie im Zeichen der Nachhaltigkeit wurde in den Räumlichkeiten der OSZE der Wiener Hofburg abgehalten und erfolgte auf Einladung von SECI (Southeast European Cooperative Initiative). An die 130 Senatorinnen und Senatoren folgten mit großem Interesse den Ausführungen und den Diskussionen eines hochkarätigen Podiums, das aus Vertretern von Wirtschaft, Politik  und Medien ideal besetzt war.: Dr. Erhard Busek, Dr. Paul Rübig, Staatssekretär Dr. Magnus Brunner, Ing. Karl-Heinz Strauss (PORR), Dr. Michael Fazekas (SECI), Senator RA MMag. Dr. Kazim Yilmaz, Mag. Daniel Cronin (Austrian StartUps), Dr. Franz Schellhorn und Senator Alexander Hotowy (accilium GmbH). Die Wirtschaftskammer Serbiens war vertreten durch den Verantwortlichen für Kreislaufwirtschaft, Ökologie und Innovation, Siniša Mitrović.

Tenor der Auftaktveranstaltung war der Aufruf zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Sinne der Nachhaltigkeit.

? Werner Streitfelder

27. FEBRUAR 2020 | Mit Innovationen die Zukunft meistern

Ein Zukunftsdialog des Senats der Wirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund in der Wirtschaftskammer/Bezirksstelle Pinzgau

Allerorts wird von Disruption gesprochen, aber es fällt oftmals schwer, jene Innovationen, die in Zukunft Bestand haben werden, aus den Unternehmen selbst zu generieren. Die Frage, ob man nun sein gesamtes Geschäftsmodell überdenken oder gar total verändern muss, sollte dringend gestellt werden. Nur wer gibt darauf die richtigen Antworten? Um dies zu diskutieren und gleichzeitig den Zugang zu innovativen Start-Ups zu erleichtern, hat der Senat der Wirtschaft das Projekt „Innovationsmacher“ ins Leben gerufen.

Diese Initiative soll Unternehmen mit Start-Ups in Kontakt bringen, um gemeinsam an innovativen Lösungen für die Zukunft zu arbeiten. „Der Schritt mit jungen Kreativen zusammenzuarbeiten ist nicht immer so einfach, da wird es noch die ein oder andere Barriere zu überwinden geben, aber wir sehen immer wieder, dass dort, wo Kooperationen starten, viel Interessantes für beide Seiten herauskommt“, zeigt sich Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, überzeugt von der Innovationsmacher Idee. Diese unterstützt auch Carmen Boschele vom Wirtschaftsbund, die die Gäste in der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Pinzgau zum Zukunftsdialog der Initiative in Zell am See begrüßte. Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten sich Unternehmerinnen und Unternehmer dem Thema ausgiebig widmen.

KR Mag. Nick W. Kraguljac, Geschäftsführer von Zell-Metall, sieht die Start-Up Szene positiv, denn diese sei durch und durch ideengetrieben. Gemeinsam mit einem etablierten Unternehmen, das auch die nötige Finanzkraft mitbringt, lassen sich diese Ideen leichter verwirklichen. „Allerdings“, so Kraguljac weiter, „muss auch der Mut zur Veränderung gegeben sein.“ Darüber hinaus betont er, dass Innovation vor allem durch Wissen und daher durch Bildung entstehe. Hier müsse Österreich noch in den MINT-Fächern aufholen, damit man den Anschluss nicht verpasse.

Dem schließen sich auch Dipl. Arch. Birgit Maier von Holzbau Maier, und Chris Perkles von Erdbär the #worldchanger, an und betonen, dass es gerade die Schnelligkeit und Risikofreude in Start-Up Unternehmen seien, die Innovationen zulassen, da sie an keine Tradition oder schon vorhandene Unternehmenskultur gebunden seien. Das Zulassen von Fehlern und dadurch die Möglichkeit schnell zu lernen, ist für Perkles, der mit KMUs zusammenarbeitet, ein weiter wichtiger Vorteil.

Dass dabei auch die Politik eine nicht unwesentliche Rolle spielt, zeigt Landtagsabgeordneter Mag. Hans Scharfetter auf. Hier sei die Bundespolitik ebenso betroffen, wie die Landespolitik. Dass im Regierungsprogramm u.a. ein erleichterter Zugang zu Risikokapital vorgesehen ist, sei erfreulich. Scharfetter zeigt dazu auch die, vom Land Salzburg maßgeschneiderten, Fördermaßnahmen für KMUs auf, wie z.B.

„Digital. Salzburg“. Im Rahmen dieser Digitalisierungsoffensive stellt das Land rd. 2,4 Mio. Euro zur Verfügung und will damit Investitionen von rd. 12 Mio. Euro ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts „Innovationsmacher“, kooperiert der Senat der Wirtschaft mit der Neuroperformance Group. „Unser Unternehmenszweck ist es, Start-Ups und Unternehmen zusammenzuführen, die sich optimal ergänzen. Dafür müssen auch die Werte beider Unternehmen zusammenpassen“, ist Mag. Gerald Krug-Strasshofer von der Neuroperfomance Group überzeugt.

Die intensive Diskussion im Anschluss zeigte auf, wie wichtige solche Veranstaltungen sind, um Vorurteile abzubauen, neue Ideen zu generieren und Mut zur Umsetzung zu erwecken.

 

Der SENAT DER WIRTSCHAFT zum aktuellen Regierungsprogramm

Eine Koalition der politischen Mitte – Die Erwartungen sind hoch!

Vertrauen neu zu erringen, scheint die Kernbotschaft der neuen österreichischen Bundesregierung zu sein. Mit dem weiblichsten und jüngsten Team seit jeher geht Bundeskanzler Sebastian Kurz in seine nächste Amtsperiode und lässt hoffen, nachdem viele am Zustandekommen dieses Türkis-Grünen-Experiments gezweifelt haben. Mit gutem Willen, Gesprächen auf Augenhöhe und Kompromissbereitschaft dort, wo es dem Anderen ein Anliegen ist, ist ein durchaus attraktives Regierungsprogramm geschaffen worden, auch wenn teils noch zu vage formuliert wurde. Dass sogar die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung lobende Worte gefunden haben, ist erfreulich und lässt auch hier hoffen, dass der ewige Widerstand endlich einmal hintansteht, auch wenn sich die ein oder andere Oppositionspartei – unter dem Motto: wer nicht regiert, muss gegen die Regierenden sein – dem nicht anschließen will. Aber das haben die WählerInnen nun wohl richtig satt. Mit dieser Bundesregierung wird es möglich sein, Österreich in vielen Lebensbereichen zu erneuern, modern aufzustellen und die politische Kultur positiv zu beeinflussen.

Senat der Wirtschaft als Ideengeber

Ökosoziale Steuerreform & Kapitalmarktbelebung

Es ist zu begrüßen, dass sich eine Vielzahl der Forderungen des SENAT DER WIRTSCHAFT im Regierungsprogramm wiederfinden. Dass nun endlich eine ökosoziale Steuerreform angestrebt wird, ist sehr lobenswert, nur fehlen noch die Details, um sie kommentieren zu können. Vom SENAT DER WIRTSCHAFT wie auch von anderen Think-Tanks gibt es hierzu bereits gute Vorschläge, die sich die Regierung zu eigen machen könnte, um rasch einen konkreten Plan auszuarbeiten, dazu muss man die Welt nicht neu erfinden. Allerdings darf es auch keine überbordenden Maßnahmen geben, die die Wirtschaft, gerade in der sich nun abschwächenden Konjunktur, zu sehr belasten würden. Dass man dafür auch an eine Belebung des in Österreich bislang dahintümpelnden Kapitalmarktes gedacht hat und Aktien nicht länger grundlegend verteufeln möchte, sondern eine KEST-Befreiung, nach einer Behaltefrist sowie die Prüfung einer steuerliche Anschub- und Wachstumsfinanzierung für Start-ups und KMUs angedacht hat sowie es Pensionskassen und Versicherungen doch zu ermöglichen, in VC oder PE investieren zu können, zeugt von erfreulichem Finanzwissen. Selbst Social Entrepreneure wurden in den Fokus genommen und erhielten eine eigene Erwähnung.

Pensionen, Bildung, Unternehmen & Integration

Vermisst wird im aktuellen Regierungsprogramm allerdings – wieder einmal – eine Pensionsreform. Dass die Transferleistungen zwischen Jung und Alt nicht mehr im nötigen Gleichgewicht stehen und dass die Kluft noch größer zu werden droht, ist evident und muss daher noch dringend in die Agenda.

Hervorzuheben ist dafür das Konzept einer Bildungs- anstelle einer reinen Schulpflicht, damit in Zukunft keiner bildungsmäßig zurückgelassen wird. Auch die Aufwertung der Rot-Weiß-Rot Card sollte den Unternehmen wieder mehr Möglichkeiten geben, MitarbeiterInnen zu finden, wozu natürlich auch der generelle Bürokratieabbau zählen muss, um KMUs endlich zu entlasten. Und dass das Thema Integration nun in einem eigenen Ministerium behandelt wird, macht Sinn und sollte die Thematik entemotionalisieren.

Aufruf zu mehr Mut: globalen & nationalen Herausforderungen stellen

Neben all diesen Maßnahmen wird es aber gerade mit Hinblick auf die Klimathematik nun notwendig, die Weltuntergangsstimmung und den weitverbreiteten Pessimismus abzuschütteln. Denn es ist bereits vieles in Österreich und Europa generell geschehen, worauf sich für die Zukunft positiv gestimmt aufbauen ließe. Die negative Grundhaltung ist nämlich Gift für jede Entwicklung: Wer Zukunftsangst hat, kann nicht kreativ sein. Etwas wirklich zu bewirken, im Rahmen des nun einmal weltweiten und nicht nur regional begrenzt notwendigen Schutz des Klimas, wird nur gelingen, wenn wir Innovationen fördern und so für alle eine bessere Zukunft ermöglichen können. Dass daneben jeder Einzelne und jedes Unternehmen auch einen Beitrag leisten sollte, ist unbestritten, wozu der SENAT, insbesondere mit seiner bereits vor 9 Jahren ins Leben gerufenen Klima-Allianz, beiträgt. Wer da noch nicht mitmacht, ist aufgefordert, dies doch bitte zu tun.

Was diese neue Bundesregierung also braucht, ist Mut! Mut, um all das auch durchzuziehen, Gegenwind standzuhalten und Österreich so eine moderne Zukunft zu ermöglichen, immer unter dem Leitgedanken, dass eine gewisse europäische Harmonisierung unumgänglich und Österreich keine Insel der Seeligen ist!

Leuchtturmprojekt: Austrian SDG-Award

Der SENAT DER WIRTSCHAFT hat 2019 bereits zum dritten Mal den Austrian SDG-Award, für Ideenreichtum, Mut und Stärke bei der Umsetzung und Implementierung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs), verliehen. Hunderte von Einreichungen beweisen das große Interesse und vor allem das Verständnis, dass wir ALLE – Unternehmen, Gesellschaft und Politik – dazu aufgerufen sind, die 17 Sustainable Development Goals der UNO, die 2015 faktisch von allen Staaten der Welt unterzeichnet wurden, als Basis all unseres Handelns einzusetzen und so einer nachhaltigen Zukunft zu dienen.

Auch in 2020 wird das SENATs-Leuchtturmprojekt Austrian SDG-Award wieder ausgeschrieben und die Auszeichnungen in der Wiener Hofburg verliehen werden, wofür schon jetzt die Zusagen von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und dem Umweltministerium vorliegen, für diese wichtige Auszeichnung den Ehrenschutz zu übernehmen. Die Ausschreibung hierzu erfolgt im Frühjahr 2020.

23. JÄNNER 2020 | SMART BUSINESS CENTER BEI DER SFG IN GRAZ

Senator Norbert Paul Ulbing als Sprecher von Styria Strat und Dr. Johannes Linhart als Geschäftsführer der Mittelstands-Allianz begrüßten rund 30 begeisterte UnternehmerInnen. Dr. Linhart betonte, dass der SENAT sich nicht nur um die an diesem Abend im Mittelpunkt stehenden Themen, sondern mit der Finanz-Toolbox auch zu finanziellen Fragen Antworten hat.

Mag. Claudia Reiter von Freund & Reiter moderierte und begleitete die Teilnehmer durch den Abend.

Die Senatoren Walter Baumgartner, Norbert Paul Ulbing, Mag. Gerhard Zirsch und Ing. Wilfried Reiter von der Mittelstands-Allianz führten die angehenden Smart Entrepreneure durch die zentralen Themen „Führungsarbeit“ – „Strategie-Entwicklung“ – „Klima – Ökologie” und „Unternehmer – Persönlichkeit“.

In der Folge erarbeiteten die TeilnehmerInnen vier wesentliche Fragen für sich und tauschten sich anschließend in Zweier- und Vierer-Gruppen aus.

Nach einer Stärkung ging es weiter mit den vier Themen des Smart Entrepreneurs, die TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit, hierzu ihre Meinungen und Fragen mit den Vortragenden zu teilen und auf Plakaten niederzuschreiben.

Nach einer Feedback-Runde wurde der erfolgreiche Impulsworkshop auf den Start der ersten zwei Impulstage im Mai 2020 zu Zertifizierung zum „Smart Entrepreneur“ hingewiesen.

 

NOVEMBER 2019 | Stammtisch Kapsch Partner Solutions

Die Kompaktversion der Nachlese des Ausbilderstammtisches im November 2019.

(TeilnehmerInnen und Mitglieder im Netzwerk erhalten die Vollversion inklusive weiterführender Links und Kontaktdaten der TeilnehmerInnen direkt per E-Mail)

Diesmal waren AusbilderInnen und PersonalistInnen von Gebrüder Weiss, Leithäusl Bau, McDonalds, Sodexxo, TUV Austria, Elektro Rauhofer und NÖM in den Lehrwerkstätten der Kapsch Partner Solutions zu Gast. An rund 100 Standorten weltweit beschäftigt das österreichische Technologieunternehmen rund 7.000 MitarbeiterInnen. Die Kapsch Partner Solutions mit 67 MitarbeiterInnen ist für alle HR Agenden und damit auch die Lehrlingsausbildung zuständig.

Geschäftsführer Christian Weiner begrüßte die TeilnehmerInnen in der Lehrwerkstätte und begleitete uns durch den informativen Vormittag. Neben einem kurzen Ausblick auf die Aktivitäten des Netzwerks 2020 und einer Führung gab es einen kurzen Überblick über die Ausbildung bei Kapsch. Ein sehr erfolgreicher und relativ neuer Bestandteil der Ausbildung bei Kapsch sind Auslandspraktika für die Lehrlinge am Ende des zweiten Lehrjahres. Die bringen eine hohe Motivation und auch Bereitschaft zu lernen mit sich. Für die Ablauforganisation und vor allem Finanzierung nutzt man Erasmus+. Wir kennen auch Beispiele, wo Unternehmen ihren Lehrlingen Praktika bei Lieferanten bzw. Kunden ermöglichen. Im Zuge der Diskussion hat sich der österreichische Föderalismus als eines der Problemfelder in der Lehrlingsausbildung gezeigt. Im Speziellen ging es um die Zuteilung von Berufsschulplätzen aufgrund des geografischen Firmensitzes. Ein Wechsel ist nur mit enormem Aufwand möglich und mühsam.

 

 

Weitere Themen in der Diskussion war die Qualifikation nach der Lehre. In allen Handwerks- und Gewerbeberufen gibt es ja für die „offizielle“ Weiterentwicklung die Meisterprüfung; im kaufmännischen Bereich ist so etwas nicht vorgesehen. Wie bei jedem Stammtisch ging es natürlich auch um das Thema Recruiting und wie erreichen wir die Jugendlichen. Seitens Kapsch ist die klare Empfehlung, den Kontakt mit dem AMS nicht zu unterschätzen. Hier ist jeder gemeldet, der eine Lehrstelle sucht. Gut funktioniert auch die Zusammenarbeit mit den Jugendcoaches an Wiener Schulen. „Massenmessen“ wie der Tag der Lehre oder die BeSt erscheinen zunehmend sinnlos, weil es hier nur um Frequenz und Menge geht. Der generelle Tenor zum Recruiting war, dass es immer wichtiger wird, in die Schulen zu gehen und die Kooperation mit diesen direkt zu suchen.

Als nächstes geht es in Wien am 16. Jänner 2020 zum Stammtisch im Rahmen der Frauenthal Expo: Anmeldung

Nächster Stammtisch in OÖ ist am 27. Februar 2020 bei Dachser in Hörsching: Anmeldung

 

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Termine Ausbilder allgemein

 

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Fotocredit: …….

4. DEZEMBER 2019 | SENAT DER WIRTSCHAFT VERGIBT DEN AUSTRIAN SDG-AWARD FEIERLICH IN DER HOFBURG

Dieses Jahr wurden Jugendorganisationen, Unternehmen, Gemeinden/ Regionen/Städte & Medien/Journalisten ausgezeichnet, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen

Der 2017 vom Senat der Wirtschaft  ins Leben gerufene Austrian SDG-Award wurde in diesem Jahr erstmals nicht nur an Unternehmen, sondern auch in den Kategorien Gemeinden und Städte, Jugend sowie Medien vergeben. Die Gala fand unter dem Ehrenschutz von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, statt. Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und Mitgliedern des Senats der Wirtschaft wurde die Verleihung in den Räumlichkeiten des österreichischen Parlaments vorgenommen. Aus den rund 130 Einreichungen wurden vom Ethik-Beirat des Senats der Wirtschaft, in insgesamt vier Kategorien, jeweils drei Gewinner ausgewählt. Zusätzlich wurden ein Special SDG-Award sowie ein Jurypreis für Konzerne verliehen. Die jeweils dargelegten Maßnahmen, die eine Umsetzung eines oder mehrerer SDGs unterstützen, mussten die UN-Nachhaltigkeitsziele umfassend in ihre Prozesse integriert haben.

„Die globalen Nachhaltigkeitsziele sind ein großer zivilisatorischer Fortschritt. Sie geben Milliarden Menschen Hoffnung und die Perspektive auf ein besseres Leben in Würde.“, so Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein im Rahmen der Verleihung.

Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka ergänzt: „Die weltweiten Nachhaltigkeitsziele gehen über Klima- und Umweltschutz hinaus und betreffen alle Politikfelder. In diesem Kontext ist das Ziel des Senats der Wirtschaft, mit dem Austrian SDG-Award die Inhalte der Nachhaltigkeitsziele bekannter zu machen, ein wichtiger Schritt.“

Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, verweist in einer Videobotschaft darauf, „dass die nachhaltige Entwicklung eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt, die einen Schulterschluss zwischen Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erfordert.“

 

Die Gewinner:

 

Kategorie: Unternehmen

  • Spirit Design

Hohes Potenzial von Biomasse nutzen und Treibhausgase senken.

  • Krallerhof

Mit größtem Respekt vor der Natur wird Nachhaltigkeit in allen Hotelbereichen umgesetzt.

  • Markta

Digitaler Bauernmarkt fördert nachhaltigen Konsum durch direkten Austausch im regionalen Lebensmittelbereich.

 

Kategorie: Medien/JournalistInnen

  • ORF

Sendereihe „Mutter Erde“ hat Nachhaltigkeit zu einem Leitthema erhoben.

  • Klimabündnis NÖ

Aufbau eines Netzwerks, das Städte, Gemeinden und lokale AkteurInnen vereint, um Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und eine nachhaltige Lebensart zu fördern.

  • Roswitha Reisinger | Magazin BusinessArt & LebensArt

Nachhaltigkeit war der Gründungszweck des Mediums, um zu einem guten Leben für alle beizutragen.

 

Kategorie: Jugend

  • GWK Kustodiat | GRG X Laaerberg Gymnasium

Intensivierung des Nachhaltigkeitsgedanken bei der Jugend, durch Einladung von Vortragenden zur Diskussion mit den Schülern über die SDGs.

  • JUBIZ | Jugendbildungszentrum der Wiener Volkshochschulen

Chancengleichheit für Jugendliche bildet die Basisstrategie.

  • Schulverein Institut Sta. Christiana Frohsdorf

die Zukunft liegt an der Jugend, deshalb ist das Lehren und Verstehen der SDGs ein wesentlicher Beitrag zur Bildung nachhaltiger Lebensweisen.

 

Kategorie: Gemeinde/Regionen/Städte

  • Nenzing

zahlreiche innovative Maßnahmen fördern den Gemeinwohlgedanken und die SDGs, die als Leitplanken politischen Handelns dienen.

  • Bregenz

Entwicklung einer Klimawandelanpassungsstrategie. Hochengagiert in der Umsetzung der SDGs, um zur Lösung des Klimawandels beizutragen.

  • Römerland Carnuntum

Augenmerk auf nachhaltige Entwicklung der Region seit 2 Jahrzehnten. Ziel ist die Umsetzung der Agenda 2030 mit zukunftsweisenden Lern-, Innovations- und Transformationsprozessen.

 

Mit dem diesjährigen Special Austrian SDG-Award 2019 wurde die AfB mildtätige und gemeinnützige GmbH, Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen, das die solidarische Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung als Unternehmenszweck sieht, ausgezeichnet.

 

Ein Jurypreis für Konzerne erging an die Austrian Arlines, für den Einsatz deren MitarbeiterInnen, die sich auch in sehr schwierigen Zeiten, aktiv für die Umsetzung nachhaltiger Ideen eingesetzt haben.

 

 

Fotocredit: Werner Streitfelder

3. DEZEMBER 2019 | LEADERS TALK #3: FEMALE LEADERS IN EXCELLENCE

VIER POWERFRAUEN GEBEN EINBLICKE IN IHRE ERFOLGSFORMELN

Female Leaders in Excellence. So lautete das Thema des 3. Leaders Talks in Wien. Die vier Powerfrauen, Petra Boteková, Doris Wallner-Bösmüller, Silvia Wustinger-Renezeder und Katharina Habel, aus der Gründer- und Leadership-Szene sprachen dabei über ihre Erfahrungen und Herausforderungen als weibliche Führungskraft im Unternehmen.

Ein Abend im Zeichen der Frauen

Wir können viel voneinander lernen. Vor allem „von Menschen, die schon richtig was bewegt haben“, sagt Gerald Krug-Strasshofer, Geschäftsführer der NeuroPerformanceGroup. Aus diesem Grund haben Krug-Strasshofer und der Senat der Wirtschaft den Leaders Talk ins Leben gerufen. Als Medienpartner fungiert derBrutkasten rund um das Team von Dejan Jovicevic. Da bei den bisherigen Leaders Talks erst eine Frau am Podium stand, wurde der dritte nun voll und ganz dem weiblichen Geschlecht gewidmet – „Female Leaders in Excellence“.

Unter anderem ging es beim 3. Leaders Talk, welcher am 3. Dezember in der Gutenbergs Eventlocation stattfand, um die Vorurteile, mit denen Frauen in Führungspositionen zu “kämpfen” haben, aber auch um ihre Rolle als Gründerinnen, Mentorinnen und Vorbilder. Spannende Themen, welche auch im Anschluss noch aktiv im Publikum diskutiert wurden.

Wenn ich sehe, was möglich ist, glaube ich eher daran, dass ich es schaffen kann

Vorurteile – Damit haben Frauen in der Unternehmenswelt nach wie vor stark zu kämpfen. Das wurde auch bei der Podiumsdiskussion angesprochen. „In unserer Gesellschaft wird einem immer noch oft von einer Gründung abgeraten“ erzählt Petra Boteková, Gründerin von ReloPilot. Frauen wird der Schritt in die Selbstständigkeit von vielen nicht zugetraut und das aufgrund der Eigenschaften, die man ihnen zuschreibt. Das ist ein Vorurteil, mit dem man sich abfinden muss und wie Boteková auch sagt, wo es Mut braucht, den Schritt dennoch zu wagen. Auch deswegen ist es essenziell sich mit einer unternehmerisch-denkenden Community zu umgeben und genug Frauen-Vorbilder zu haben. “Wenn ich sehe, was möglich ist, glaube ich viel eher daran, dass ich es auch schaffen kann”, sagt die Unternehmerin.

Doch nicht für jede Frau stellen die Vorurteile ein Problem dar. Wie zum Beispiel für Doris Wallner-Bösmüller, Geschäftsführerin der Druckerei Bösmüller. „Vorurteile sind für mich ein Geschenk“ erzählt sie dem Publikum. Sie findet es spannend, was in solchen Momenten in den Köpfen anderer passiert oder welche Bilder sie selbst oft vor Augen hat. Man muss nur wissen, wie man richtig damit umgeht und wie man darauf reagiert.

Es gibt auch eine Mutter des Erfolgs

Einmal angekommen in ihrer Position als Führungskraft, sind Frauen sehr erfolgreich in ihrem Tun. Dem stimmt auch Silvia Wustinger-Renezeder, Managing Partner der 6B47 Real Estate Investors AG, zu. Sie erzählt von all den jungen Damen, die leitende Positionen in ihrem Unternehmen oder auf den Baustellen belegen und sehr ergebnisreich arbeiten. Die Unternehmenswelt ist längst keine Männerdomäne mehr und fordert immer mehr Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Das erfordert freilich Verständnis von beiden Seiten. „Frauen müssen dieselben Fähigkeiten wie Männer mitbringen, nur in weiblicher Form“ so Wustinger-Renezeder. Die Chance auf einen Job im Unternehmen sollte somit für alle Beteiligten gleich sein. Dasselbe gilt auch für die Gründerszene. Untersuchungen haben sogar ergeben, dass zwar weniger Frauen gründen, dafür aber mehr weibliche Gründerinnen ihre Ziele erreichen. Erfolg ist also nicht nur den Männern überlassen. Wie Doris Wallner-Bösmüller sagt: “Ein Kind hat immer Vater und Mutter. Wenn es also einen Vater des Erfolgs gibt, dann muss es auch eine Mutter des Erfolgs geben”.

Quotenregelung im Unternehmen

Abschließend durfte auch das Publikum noch ihre Fragen und Kommentare an die Damen richten. Dabei wurde vor allem die Frauenquote von allen Seiten stark diskutiert. Von einigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen hieß es, die Regelung sei notwendig, um den Frauen den ersten Schritt in gewisse Positionen zu ermöglichen. Andere wiederum konnten mit der Geschlechterquote weniger anfangen, da sie der Meinung sind, das Verständnis für eine faire Behandlung sollte sowieso gegeben sein. Schlussendlich war man sich jedoch einig, dass auf lange Sicht eine Gleichverteilung von Mann und Frau im Unternehmen und auf den verschiedenen Ebenen selbstverständlich sein sollte. “Wenn in verschiedenen Unternehmen keine Bewegung reinkommt, liegt das meistens an der Führungsetage oder an den Besitzern, die an alten Mustern und Prägungen festhalten”, meint Katharina Habel, Gründerin der Big Power Fitness GmbH. Diese Muster gilt es nun zu durchbrechen und mehr Bewusstsein für die Rollenverteilung im Unternehmen zu schaffen. Auch “2 Minuten 2 Millionen”-Investor Heinrich Prokop (CleverClover) berichtete aus seiner Erfahrung, dass Teams mit Frauen-Beteiligung notwendig sind, da die Quote des Scheiterns bei solchen Teams geringer ist.

Abschließend wurden die vier Speakerinnen auf der beNextStars-Tafel verewigt. Gemeinsam ging es dann in eine offene Runde. Bei Brötchen, Knabbereien und gutem Glas Wein konnten sich die Gäste vernetzen und austauschen.

Moderiert wurde der 3. Leader’s Talk von Dejan Jovicevic, dem Geschäftsführer von derBrutkasten. Für alle jene die nicht teilnehmen konnten, wurde ein Interview mit den Powerfrauen im Vorfeld aufgezeichnet.

 

 

Copyright: Jonas Thiller

 

 

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3. DEZEMBER 2019 | MITTELSTANDS-ALLIANZ FRÜHSTÜCK BEIM BRIDGE PERSONAL & SERVICE IN GRAZ ANDRITZ

Senator Norbert Paul Ulbing begrüßte als Regionalbeauftragter des SENAT DER WIRTSCHAFT den Gastgeber des Business Frühstücks, Neo- Senator Andreas Jirka mit Gattin Christine. Unter den Gästen waren zahlreiche SenatorInnen, BotschafterInnen der Mittelstands-Allianz und auch einige neue Interessenten.

Senator Andreas Jirka erzählte in seinem Kurz-Vortrag aus seiner über 25-jährigen Branchenerfahrung und dem Wandel der Branche vom reinen Personal-Leasing hin zu einem breit aufgestellten Dienstleister für MitarbeiterInnen und Unternehmen. So finden mehr als 50% der vermittelten Arbeitskräfte eine feste Anstellung im Unternehmen, dem sie vorerst bloß „überlassen“ wurden.

Anschließend berichtete Senator Norbert Paul Ulbing über die Ziele des SENATs mit dem Schwerpunkt „Ökosoziale Marktwirtschaft“, deren Begründer der Ehrenpräsident des SENATs Vizekanzler a.D. DI Josef Riegler ist.

Senator Ulbing lud alle Gäste zum Impulsworkshop „SMART ENTREPRENEURE“ am 23. Jänner 2019 ab 17:30 Uhr im Smart-Business Center der SFG in Graz ein. Diese Zertifizierung wurde von vier Senatoren exklusiv für den SENAT und die Mittelstands-Allianz entwickelt.

Nach einer Frage-Antwort-Runde erinnerte Norbert Paul Ulbing die Gäste auch an das bevorstehende Ereignis in der Wiener Hofburg die Verleihung der Austrian SDG-Award.

 

26. NOVEMBER 2019 | WIE DIE DIGITALISIERUNG DES MITTELSTANDS GELINGT

Im Rahmen der MITTELSTANDS-ALLIANZ lud der SENAT DER WIRTSCHAFT am 26. November 2019 mit Unterstützung durch die Plattform St. Pölten 2020 zum Digitalisierungs-Talk in das Forum der NÖ Versicherung in St. Pölten ein. Gemeinsam mit dem Gastgeber Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung, begrüßten der SENATs-Vorstandsvorsitzende Hans Harrer und Dr. Johannes Linhart als Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ knapp 100 UnternehmerInnen, die praxisbezogene Informationen erhielten, wie die Digitalisierung des Mittelstands gelingen kann.

Im Zentrum stand nicht das Theoretisieren, sondern das Tun, was Generaldirektor Dr. Hubert Schultes in seinem Vortrag über die Digitalisierung in der Versicherungsbranche eindrücklich anhand konkreter Beispiele aus seinem Unternehmen verdeutlichte. Weitere spektakuläre Best Practice-Beispiele folgten: Von KMUs und Großunternehmen der Old-Economy bis hin zu Beispielen aus der Start-up-Szene. Dabei wurde verdeutlicht, wie die Digitalisierung, im Sinne von Prozessoptimierung, die Digitale Transformation bzw. Disruption auf allen gesellschaftlichen und unternehmerischen Ebenen vorantreibt. Nicht vergessen wurde dabei auch das Thema Finanzierung von Digitalisierung. Instrumente dafür finden SenatorInnen in der Finanz-Toolbox des SENAT DER WIRTSCHAFT.

DI Werner Kraus, Senior Vice President Business & Wholesale von Magenta Telekom, zeigte in einer Kurz-Keynote auf, welche Rolle infrastrukturelle Maßnahmen, wie z.B. der Ausbau des 5G-Netzwerks, im Zuge der Digitalisierung spielen und gab auch Einblicke, wie er mit seinem Unternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung aufgreift und umsetzt.

In den darauf folgenden Kurzimpulsen wurde von Umsetzungspartnern der Digitalisierungs-Toolbox des SENAT DER WIRTSCHAFT verschiedene Aspekte der Digitalisierung praxisbezogen beleuchtet. Folgende Themen wurden, moderiert vom Digitalisierungs-Experten Josef Kranawetter, behandelt:

  • “Fitness Check – was und wie digitalisieren” von Mag. (FH) Markus Hickl (Senior Manager, BDO Consulting GmbH)
  •  „Arbeit anders denken – digital skills, reskilling und gefragte human- & metaskills von Mag. Klaus Pollhammer-Zeilinger (Geschäftsführer, Klaus Pollhammer Consulting) und Mag. Ursula della Schiava-Winkler (Geschäftsführerin, socialskills4you).
  • “Automatisierung – ein Trend, den wir annehmen sollten“ von Mag. Wolfgang Schwarz (Geschäftsführer, Spörk Antriebssysteme GmbH).
  • “Innovationsforschung sowie Effiziente Virtuelle Entwicklung und Inbetriebnahme” von DI Gerald Schatz (Geschäftsführer, LCM-Linz Center of Mechatronics).
  • “Internet of Things & mobile Datennetze” von DI Werner Kraus (Senior Vice President Business & Wholesale, Magenta Telekom).

Die Veranstaltung, die selbstverständlich vom Senat durch den Kauf der entsprechenden Anzahl an UN-Klimazertifikaten Klimaneutral gestellt wurde, wurde durch extensives Netzwerken, bis spät in die Nacht hinein, bei einem phantastischen Wildschweinbüffet von der Firma Parzer & Reibenwein KG – Catering | Partyservice | Wildhandel | Schnitz’l & Co abgerundet. Wir danken dafür dem großzügigen Gastgeber Dr. Schultes (Gen.Dir NÖ Vers.), sowie der Plattform St. Pölten 2020, allen voran Herrn Senator DI Dominik Mesner, (Obmann der Plattform St. Pölten 2020) und DI (FH) Matthias Weiländer (Geschäftsführer der Marketing St. Pölten GmbH).

 

v.l.n.r.: Dr. Johannes Linhart (SDW), DI (FH) Matthias Weiländer (Marketing St. Pölten GmbH), Hans Harrer (SDW), Dr. Hubert Schultes (NÖV), Mag. (FH) Markus Hickl (BDO Consulting GmbH), Mag. Wolfgang Schwarz (Spörk Antriebssysteme GmbH), DI Werner Kraus (Magenta Telekom), DI Gerald Schatz (LCM-Linz Center of Mechatronics), Mag. Ursula della Schiava Winkler (socialskills4you), Mag. Klaus Pollhammer-Zeilinger (Klaus Pollhammer Consulting), Mag. Daniela Kittel (Stp2020, Juwelier Dunky), Joseph Kranawetter (Mechatronic Interimsmanager), DI Dominik Mesner (Plattform St. Pölten 2020, Vermessung Schubert ZT)

 

Copyright: Senat der Wirtschaft

11. NOVEMBER 2019 | HOTELS MÜSSEN ENERGIERESSOURCEN BESSER NUTZEN

Umdenken bei Nachhaltigkeit erforderlich – Steueranreize als entscheidender Faktor

Damit Reisen und Hotelaufenthalte in Zukunft nachhaltiger werden, ist es höchste Zeit für eine effizientere Nutzung der Energieressourcen. Vor allem die Hotellerie könnte hier eine Vorbildwirkung für die Reiseindustrie haben. Doch dafür ist mehr Unterstützung durch die Politik erforderlich, so das Resümee einer Podiumsdiskussion des Travel Industry Club Austria Montagabend im Wiener MAXX Hotel.

Synergien zwischen Energienetzen schaffen

Stefan Schleicher, Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität Graz, erläuterte in seinem Einleitungsstatement, wie ein Umdenken bei den Energieressourcen aussehen könnte: “Nur mit dem 3i-Mindset Innovation, Integration und Inversion sind echte Verbesserungen möglich”, so der Forscher. “INTEGRATION meint, dass alle vier Energienetze – also Elektrizität, Wärme/Kühlung, Gas und IT – zusammengeführt werden müssen. So werden durch die Verbindung von Wärme und Elektrizität oder die Nutzung von elektrischen und thermischen Speichern Synergien geschaffen. Aufgabe der IT ist es dabei, alle anderen Netze zu steuern.” INVERSION bedeutet, “dass wir nicht mehr zuerst fragen, woher wir die Energie nehmen können, sondern wofür wir sie brauchen”, meinte Schleicher.

Martin Schrödl, General Manager des MAXX Hotel, nannte in der Podiumsdiskussion 3D-Drucker als Beispiel für Ressourceneffizienz in der Hotellerie. “Wenn beispielsweise im Spa-Bereich Becher fehlen, könnten wir mit einer eigenen 3D-Produktion rasch und flexibel darauf reagieren und hätten so eine nachhaltige, umweltschonende Lösung für ein häufig auftretendes Problem”, meinte der Hotelmanager.

“System der Blockierer” überwinden

Roland Paar, Leiter der Abteilung für Hotelentwicklung beim Immobilienentwickler SORAVIA, sieht vor allem in der Politik Handlungsbedarf, um das von Schleicher erläuterte Mindset in der Praxis zu erreichen. “Es braucht mehr Steueranreize für Hotelbetreiber, in nachhaltige Strukturen zu investieren. Im deutschsprachigen Raum sieht die Politik solche Incentives aber momentan nur als ein ‘Nice-to-have’-Element”, bedauerte der Experte.

Die Frustration über mangelnde Weitsicht in der Politik teilte auch Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des SENAT DER WIRTSCHAFT Österreich. “Wir haben in Österreich ein föderales System der Blockierer, nämlich der Länder. Innovative Projekte sind daher nur dann möglich, wenn diese mögliche Förderungen mitttragen. Jedoch kommen bei uns von den 22 Mrd. Euro, die jährlich in Forschung und Förderung investiert werden, nur zwölf Mrd. tatsächlich bei Projekten an”, kritisierte Harrer. Die alten Förderstrukturen müssten deshalb aufgebrochen werden, um eine effizientere Ressourcennutzung zu erreichen.

Ressource Mensch besser nutzen

Ein weiteres Thema der Podiumsdiskussion war das Personalpotenzial in der Hotellerie. Roland Paar sieht die Ausbildungsfrage positiv. “Die Jugend von heute ist viel aufnahmefähiger als ältere Generationen. Früher musste man neuem Personal noch stundenlang erklären, auf welche Seite des Tellers die Gabel liegen muss, heute sehen sich junge Angestellte ein Dreiminuten-Video an und wissen schon Bescheid”, so der Experte. Das Personal der Zukunft könnte durch stärkere Bildung also deutlich vielfältigere Kompetenzen entwickeln.

Mahshid Sotoudeh, Forscherin am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sieht das Personal denn auch als wichtigsten Faktor für effiziente Ressourcennutzung. “Jeder Mitarbeiter muss lernen, aufmerksam durch den Betrieb zu gehen, Fehler zu erkennen und darauf zu reagieren. Aber dafür müssen ihnen die Hotelbetreiber vertrauen und besser kommunizieren”, meinte Sotoudeh.

 

 

Fotos von der Veranstaltung stehen auf Fotodienst zum freien Download zur Verfügung.

7. NOVEMBER 2019 | 3. Forum „Das gute Geld – Investieren mit MehrWert“

Geld mit gutem Gewissen investieren Rendite einfahren und gleichzeitig etwas für die Umwelt oder eine bessere Gesellschaft tun? Ist das überhaupt möglich? Ja, sagen die Expertinnen und Experten des 3. Forum für nachhaltige Geldanlagen und grüne Banken, das am 7. November in Linz stattfand. Wie man Geld mit gutem Gewissen anlegt, welche nachhaltigen Gütesiegel es in der Finanzbranche gibt, und welche Rolle grüne Banken und ethische Aktien und Fonds dabei spielen, standen im Fokus der Informationsveranstaltung des Umweltcenters der Raiffeisenbank Gunskirchen und des Klimabündnis Oberösterreich.

Mit Geld kann man viel bewegen und manchmal noch viel mehr verdienen, doch kann man es heutzutage überhaupt mit gutem Gewissen investieren? Egal ob kleinere Beträge oder große Geldanlagen, mittels grünem Sparbuch und Umweltkonto, oder nachhaltigen Aktienfonds und Anleihen kann man sein Geld nachhaltig investieren, etwas für die Umwelt oder eine bessere Gesellschaft tun und gleichzeitig eine attraktive Rendite einfahren. Das Problem sind dabei allerdings die Bewertungskriterien. Welche nachhaltigen Gütesiegel es im Finanzbereich überhaupt gibt und wie es mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Crowdfunding, grünen Banken und ethischen Fonds aussieht, stand beim 3. Forum „Das gute Geld – Investieren mit MehrWert“ im Mittelpunkt. Zehn Expertinnen und Experten informierten am 7. November die zahlreichen Besucher in den Linzer Redoutensälen über nachhaltige Investments, alternative Geldanlagen im Immobilienbereich, Crowdfunding, Österreichs grüne Bankenlandschaft und ethische Aktien sowie Fonds.

 

Mit Geld Gutes bewirken

„Schon wer ein Sparbuch besitzt, nimmt am internationalen Geldmarkt teil. Wer das ethisch verantwortlich tun will, kann Geld nach sozialen oder ökologischen Kriterien veranlagen. Solch ethisch orientiertes Investment ist aber nicht nur für Idealisten interessant, sondern sollte für jeden eigentlich selbstverständlich sein“, bringt es Dr. Markus Schlagnitweit in seiner Keynote zum Thema „Mit Geld Gutes bewirken“ auf den Punkt. Jeder Einzelne habe demnach als Geldanleger eine persönliche Verantwortung, aber auch Mitgestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten, um mit dem eigenen Geld Gutes zu tun.

 

Alternative Anlageformen gefragter denn je

Das Bewusstsein der Anleger, dass nachhaltige Investitionen Gutes bewirken und damit Investitionen in eine lebenswerte Umwelt bedeuten, ist stetig gewachsen: Waren es im Jahr 2014 noch 9,5 Mrd. Euro, wuchs das nach strengen sozialen und ökologischen Kriterien angelegte Vermögen im vergangenen Jahr in Österreich auf rund 21,8 Mrd. Euro1. „Ethische und ökologische Anlagekriterien werden für Anlegerinnen und Anleger immer wichtiger. Geld anlegen wird damit zu einem Investieren mit Mehrwert, einem Investieren in eine bessere Zukunft für unsere Umwelt“, erklärte Dr. Hubert Pupeter, Gründer des Umweltcenters der Raiffeisenbank Gunskirchen im Rahmen der Veranstaltung. „Die Klimakrise ist inzwischen für uns alle spürbar. Eine effiziente und erfolgreiche Klimaschutz- und Umweltpolitik muss erste Priorität haben! Die ökologische Modernisierung der Infrastruktur und der Wirtschaft braucht enorme Investitionen und auch eine Transformation des Finanzbereichs. Investitionen in zentrale Klimaschutzprojekte wie in die Energie- und Mobilitätswende sind nachhaltig und haben einen ökologischen und sozialen Mehrwert“, hebt Klimaschutz- und Umweltlandesrat Rudi Anschober die Bedeutung von nachhaltigen Investitionen hervor. „Das Kapital hat die größte Kraft unsere Gesellschaft, uns Menschen dazu zu bringen, das Richtige zu tun. Das Kapital dient in unserer Gesellschaft als Treibstoff für alles Handeln, für unser soziales Wohl und für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Deswegen ist es besonders wichtig, dass wir erkennen, dass das Kapital uns in die Lage versetzt eine generationengerechte Zukunft zu gestalten“, erklärt Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender Senat der Wirtschaft.

„Als Österreichs erste grüne Bank ist es uns wichtig, die Menschen bestmöglich über nachhaltige Geldanlagen und alternative Investments zu informieren“, erläuterte Mag. Kristina Proksch, Leiterin des Umweltcenters. „Je Mehr jeder Einzelne darüber weiß und je umfangreicher man sich informiert, desto besser, und das gleich im doppelten Sinn: Besser für das eigene Geldbörserl und besser für die Umwelt! Darum veranstalten wir dieses Jahr bereits zum dritten Mal gemeinsam das Forum ‚Das gute Geld‘. Denn Geld hat große Gestaltungsmacht und gemeinsam können wir etwas bewegen“, erklären die beiden Veranstalter Kristina Proksch und Mag. Norbert Rainer, Chef des Klimabündnis OÖ. „Wir geben dem Geld ein Mascherl: Da ja Geld angeblich die Welt regiert, lässt sich damit auch der Klimaschutz forcieren,“ freut sich Rainer darüber, dass auch in der Finanzwirtschaft zunehmend der Klimaschutzgedanke Einzug hält.

 

Grüne Gütesiegel, Crowdfunding und Co.

Wie Crowdfunding global und lokal funktioniert erklärten DI Fritz Fessler, von der Genossenschaft für Gemeinwohl und Mag. Susanne Hasenhüttl von ÖGUT, der österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik. “Crowdfunding für Gemeinwohl ist eine Möglichkeit, gemeinsam Gutes zu finanzieren. Neben dem guten Gewissen etwas Sinnvolles mit ermöglicht zu haben, bietet Crowdfunding auch eine Verzinsung der Investition bei überschaubarem Risiko”, betonte Fessler in seinem Kurzimpuls. Sinnvoll investieren – unter diesem Motto bietet die Crowdinvesting-Plattform Crowd4Climate Investment-Möglichkeiten in Klimaschutzprojekte in den sog. Entwicklungsländern. „KleinanlegerInnen haben so die Möglichkeit, ihr Geld sinnvoll und nachhaltig anzulegen. Gleichzeitig leisten sie mit ihrem Geld einen Beitrag zum Klimaschutz“, ergänzt Hasenhüttl. Dass sich sozial und ökologisch verantwortungsvolles Investieren lohnt, erläuterte Mag. Uli Krämer Leiter des Portfoliomanagements der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft, in seinem Impulsvortrag „Ethik und Aktien!?“: „Grüne Geldanlage bekommt durch die Klimadebatte starke Aufmerksamkeit und wird durch EU-Initiativen für ein nachhaltigeres Wirtschaften zusätzlich angeschoben. Sozial und ökologisch verantwortungsbewusst zu investieren bedeutet nachweislich auch keinen Nachteil bei den Ertragschancen.” Im Kurzimpuls „Grüne Gütesiegel in der Finanzwelt“ wurde über verschiedene aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene im Bereich nachhaltiger Finanzen diskutiert. „Der EU Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums stellt einen wichtigen Schritt zur Standardisierung und Identifizierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten dar. Die damit einhergehende Transparenz sollte einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Finanzsektor leisten. Die Verantwortung für den dringlich geforderten ‚schnellsten ökonomischen Wandel in der Menschheitsgeschichte‘ wird jedoch weiterhin den KonsumentInnen überlassen“, erklären Mag. Raphael Fink vom Österreichischen Umweltzeichen und MMag. Christian Loy, Autor des Spargutbuches des VKI. In dem Impulsvortrag wurden die verschiedenen Labels im Finanzbereich vorgestellt – so etwa das Österreichische Umweltzeichen oder das EU Ecolabel.

 

 

Fotocredit: LandOÖ/Liedl

Fotocredit: Umweltcenter Gunskirchen

5. NOVEMBER 2019 | MITTELSTANDS-ALLIANZ FRÜHSTÜCK BEIM BAUERNWIRT IN GRAZ

Senator Norbert Paul Ulbing begrüßte beim Business-Frühstück der Mittelstands-Allianz des SENAT DER WIRTSCHAFT im Bauernwirt in Graz zahlreiche Senatoren sowie Botschafter der Mittelstands-Allianz und Gäste.

Nach der üblichen 60 Sekunden Präsentation aller Teilnehmer berichtete Norbert Paul Ulbing stellvertretend für Dr. Johannes Linhart über die Wertewelt des SENAT DER WIRTSCHAFT und die damit verbundenen Aufgaben der Mitglieder. Weiters erinnerte Senator Norbert Paul Ulbing, dass am heuer zum 4. Mal der Austrian SDG-Award verliehen wird. Für diesen vom SENAT DER WIRTSCHAFT ins Leben gerufene Award wurde vom Präsidium des Nationalrats sowie vom Nachhaltigkeits- und Umweltministerium der Ehrenschutz übernommen.

Senatorin Edith Karl, Unternehmer-Coach und Autorin, hielt danach einen Vortrag über „Der MUT-Code“.

Nach einer anschließenden Frage-Runde und großem Applaus für den interessanten Vortrag, gab Senator Norbert Ulbing noch den Termin für das nächste Frühstück der Mittelstands-Allianz bekannt: 3. Dezember 2019 – 08:00 Uhr – bridge personal  & service, am Aarlandgrund 2, 8045, bei Senator Andreas Jirka.