26. Jänner 2024 | SENATs-Kamingespräch mit LR Markus Achleitner

Der SENAT DER WIRTSCHAFT folgt dem Wunsch von Senator Mag. Florian Bouchal, Geschäftsführer der Wolf Klima- und Heiztechnik GmbH, nach einem Gespräch mit Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, der diesem Wunsch prompt gefolgt ist – ein eindrucksvolles Zeichen des Unternehmerverständnisses seitens des Herrn LandesratSENATs-Regionaldirektorin Ulli Steinmaßl organisierte diese hochkarätige Zusammenkunft.

Mag. Brouchal wurde bei diesem Gespräch von Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des SENAT DER WIRTSCHAFT, und von einer Handvoll weiterer Senatoren, die sich die Gelegenheit für eine formloses Gespräch mit dem Herrn Landesrat nicht nehmen lassen wollten, unterstützt. Senator MMag. Philipp Kaufmann – KABB , Linz – fungierte als großzügiger Gastgeber und lud in sein Restaurant Oberwirt in Linz.  

Hauptthema war das im Herbst vom Bund vorgestellte EWP (Erneuerbare Wärme Paket), dessen fehlende Details zu einem dramatischen Geschäftseinbruch für  Heizungslieferanten und Installateure geführt hat. „Mangels Details hinsichtlich der zugesagten Förderungen werden nahezu alle Projekte hinausgezögert. Der abrupte Abbruch der Nachfrage seitens der Endkunden ist für manche Unternehmen und Installateure inzwischen bedrohlich. Somit wird wertvolle Zeit vergeudet, für das ohnehin knappe Ziel bis 2035 alle Ölheizungen stillzulegen und bis 2040 völlig dekarbonisiert zu heizen. Zugleich drohen wir durch Firmenpleiten wichtige Kapazitäten zu verlieren, die dann, wenn die Nachfrage wieder kommt, fehlen und zu weiteren Verzögerungen führen werden“, so Mag. Florian Brouchal.

Hans Harrer, betonte dabei: „Den Unternehmern, geht es nicht darum, Förderungen einzufordern, auch wenn selektive und wohl-bedachte und zeitlich limitierte Anschubförderungen aus Sicht des Senats durchaus Sinn machen können. Vielmehr geht es Unternehmern und Endkunden um Klarheit und Planbarkeit“.

Landesrat Achleitner erwiderte, dass diese Problematik durchaus absehbar gewesen sei. Deshalb hat er wiederholt das Gespräch mit der Klimaministerin gesucht, um durch ein geeignetes Timing der Bekanntgabe des EWPs genau diese negativen Auswirkungen zu verhindern. Dies sei ein gutes Beispiel dafür, wie eine vernünftige Realpolitik durch Ideologie behindert wird.

„Wenn man den wirtschaftlichen Erfolgsweg Oberösterreichs fortführen will, dann darf man nicht ideologiebedingt auf einem Auge blind sein. Das gilt nicht nur für das Thema Energie, sondern auch für andere Wirtschaftsbereiche“, unterstrich Landesrat Achleitner.

Er verwies dabei auf das Thema Raumordnung, die in Oberösterreich ganz klar dem Grundsatz „Boden schützen & Zukunft ermöglichen“ folge: Es werde einerseits mit unseren wertvollen Bodenressourcen sorgsam umgegangen, aber zugleich etwa jungen Familien die Schaffung von Wohnraum oder Betrieben die Möglichkeit zur Ansiedlung oder Erweiterung geboten. Auch beim Thema Fachkräfte sei es wichtig, einerseits alle verfügbaren Potenziale durch Aus- und Weiterbildung zu nutzen und anderseits für eine gezielte qualifizierte Zuwanderung zu sorgen, so Landesrat Achleitner.

Bei seinen abschließenden Worten hob Harrer das mutige und Verantwortungsbewusste agieren der allermeisten Unternehmer hervor, ermahnte sie jedoch, „weiter dran zu bleiben, mutig und zukunftsorientiert zu wirtschaften, und Missstände sowie konkrete Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Der Senat wird nicht aufhören, die nach vorne gerichteten Stimmen aus der Praxis an die Politik zu transportieren“. Wir werden“, so kündigte Hans Harrer an, „diese politischen Gespräche mit Regierungsmitgliedern weiter fortführen, um dem Mittelstand jenes Gehör zu verleihen, das ihm zusteht“.

Während der Mittagseinladung durch den Gastgeber wurde noch ausgiebig diskutiert.