18. März 2023 | SENAT DER WIRTSCHAFT im Austausch mit FPÖ-Vize Haimbuchner

Wie steht die FPÖ zum Mittelstand und dem Wirtschaftsstandort Österreich?

Linz – Der SENAT DER WIRTSCHAFT und LT1-OÖ, Oberösterreichs größter Privatsender, luden am 18. April 2023 zum SENAT-Salon nach Linz zu einem direkten Gedankenaustausch mit dem Landeshauptmann-Stellvertreter, Dr. Manfred Haimbuchner ein. Rund 50 Unternehmer und Geschäftsführer nutzten die Gelegenheit, um im Gespräch mit dem FPÖ-Bundesobmann-Stellvertreter vor allem standortpolitische Positionen seiner Partei zu hinterfragen.

Nach einer kurzen Einführung durch Vorstandsvorsitzenden Hans Harrer und der Regionalverantwortlichen des Senat der Wirtschaft, Ulrike Steinmaßl, folgte ein Impulsvortrag des freiheitlichen Politikers mit den Schwerpunkten Energieversorgung und heimische Mittelstandsbetriebe. Haimbuchner ist seit 2015 Mitglied der oberösterreichischen Landesregierung und gilt als pragmatischer und lösungsorientierter Vertreter seiner Partei. Er vertritt die Ressorts Landschaftsschutz, Wohnbauförderung, Baurecht, Sparkassen und Familien.

Geduldig nahm sich Dr. Haimbuchner Zeit für die Fragen des Publikums

Gerade vor dem Hintergrund, dass Unternehmer und Arbeitnehmer die wirtschaftliche Basis unserer Gesellschaft darstellen, sollte Versorgungs- und Planungssicherheit ein wichtiger Schwerpunkt jeder Politik sein. Haimbuchner wies auf mehrere dahingehenden Initiativen der oberösterreichischen Landesregierung hin, zudem habe er bereits im letzten Jahr das fatale Merit-Order-System kritisiert, dass die günstigen heimischen Stromproduktion, wie beispielsweise durch heimische Wasserkraft, preislich nicht an den Bürger weitergegeben wird. Dabei wird betont, wer die Unabhängigkeit von russischem Gas predigt, solle die Merit-Order Regel sofort stoppen. Hier sollten die selbsternannten Europaparteien endlich in Brüssel tätig werden.

Hans Harrer ergänzt dabei, dass die Liberalisierung des Strommarktes gescheitert ist. Er bemängelt, dass Landesenergieversorger den heimischen Energiemarkt dominieren und ihre Preisgestaltung sich nicht am eigenen Beschaffungsportfolio orientiert, sondern stattdessen von kurzfristigen Spotpreisen abhängig ist.

In der darauffolgenden von SENAT-Geschäftsführer Dr. Johannes Linhart moderierten Diskussion, erkundigten sich die anwesenden Unternehmer über die wirtschaftspolitische Ausrichtung der FPÖ, zumal die derzeitigen Umfragen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ nach den kommenden Nationalratswahlen nahelegen. Wie hält es Haimbuchners Partei mit dem Mittelstand – Eigentümer geführter Unternehmen –  und dem Wirtschaftsstandort Österreich und Europa? Was sind z.B. seine Vorschläge hinsichtlich der anhaltenden strukturellen Inflation?

Eine mögliche Maßnahme gegen die Teuerung sei, so der Landeshauptmann-Stellvertreter, eine Entlastung der Steuern auf Arbeit, sowohl arbeitnehmer- als auch arbeitgeberseitig. Eine Senkung oder Streichung der Mehrwertsteuer hingegen wäre ein weiterer massiver Inflationstreiber, weil Produkte rasch scheinbar „billiger” werden und der Handel, der selbst unter hohem Kostendruck steht, sofort mit Preiserhöhungen die neue Spanne nutzen würde. Anders als der SENAT lehnt Dr. Haimbuchner die Handelsverträge TTIP und Mercosur kategorisch ab.

Wir danken Herrn Dr. Haimbuchner für seine Zeit, das detaillierte Eingehen auf die Fragen der Senatsunternehmen und das launige Gespräch, sowie LT1 OÖ für die großzügige Gastfreundschaft.

2023-Nr.2 | Novellierung des Zustellgesetzes für Unternehmen

15. März 2023 | Jahresaftaktveranstaltung „Europa: Restart”

10. März 2023 | Kartellbildung und Strom-Marktmachtmissbrauch

Kommentar: Work-Life-Balance ist kein Wunschberuf

Work-Life-Balance ist kein Wunschberuf.

Handwerk, Gastronomie und IT-Dienstleistungen boomen. Unternehmen in diesen Sparten suchen händeringend nach Fachkräften und beim AMS sind noch immer 250.000 Arbeitslose gemeldet. Für sie werden die Jobs entweder am falschen Ort angeboten, oder ihre Ausbildung entspricht nicht den heutigen Anforderungen. Außerdem stehen viele gut ausgebildete und arbeitsfähige dem Arbeitsmarkt aus verschiedensten Gründen oft gar nicht zur Verfügung. Wie können wir dies in Balance bringen?

Jeder ist gefordert.

Einerseits müssen Unternehmen ihre Jobangebote attraktiver machen, sie müssen sich um MitarbeiterInnen bemühen, nicht umgekehrt. Gerade die jüngeren Generationen wollen Weiterbildung, Perspektiven, Flexibilität und Work-Life-Balance.

Andererseits ist auch die Politik gefordert: wir brauchen Rahmenbedingungen, die die Verfügbarkeit von Fachkräften an unserem Wirtschaftsstandort unterstützen. So schlägt der Senat der Wirtschaft folgende Maßnahmen vor:

– Stärkung des Ansehens des dualen Ausbildungssystems in der Öffentlichkeit,

– besserer Zugang ausländischer Arbeitskräfte durch weitere Erleichterungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte,

– (leichtere) Übernahmemöglichkeiten für bereits gut integrierte Asylwerber

– Aktivierung von (früh-) Pensionisten, durch Abschaffung von Pensions- und Sozialversicherungsbeiträgen bei Beschäftigung neben der Pension.

– mehr Druck auf arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose auch durch degressives Arbeitslosengeld.

– Größere Differenz zwischen Nettolohn und Mindestsicherung.

Schließlich sollten auch die Arbeitsfähigen insbesondere der jüngeren Generationen erkennen, dass Arbeit nicht nur Spaß und Erfüllung bringen kann, sondern auch ein notwendiger Beitrag eines jeden einzelnen für unser Gemeinwesen ist. Die goldenen Jahre sind vorbei, multiple Krisen erinnern uns daran, dass Work-Life-Balance zwar wichtig ist, diese aber im Einklang mit den Gesellschaften Herausforderungen stehen muss: Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für ein besseres Gemeinwohl und einen funktionierenden demokratischen Sozialstaat. Dabei müssen wir wohl oder übel unsere eigenen Bedürfnisse den Umständen anpassen.

8. qualityaustria Nachhaltigkeitsforum

Wasser für Kleinunternehmerinnen im südlichen Senegal

Neu im Senat der Wirtschaft: Die Firma Guschlbauer ist nicht nur ein wirtschaftlicher Leuchtturm in Oberösterreich, sondern sie zeichnen sich durch ihre hohe Qualität ihrer Produkte, aber auch ihrer gelebten Nachhaltigkeit aus!

Stiegl-Bräuin Alessandra Kiener in Senat der Wirtschaft Österreich berufen

Anfang November wurde Alessandra Kiener, die zusammen mit ihrem Mann Heinrich Dieter Kiener die Stieglbrauerei zu Salzburg leitet, in den Senat der Wirtschaft Österreich berufen. Ganz im Sinne des traditionellen Gedankens der Senate in der Antike, widmet sich ein Kreis von Unternehmern unabhängigen Geistes dem Gemeinwohl vor partikularen Interessen.

Als Senatorin vertritt Alessandra Kiener in dieser parteipolitisch unabhängigen Organisation ab sofort die Stieglbrauerei. Die studierte Kommunikationswissenschafterin zeichnet im Unternehmen für den Bereich „Strategische Zukunftsprojekte“ verantwortlich. Eines ihrer Herzensprojekte war und ist das Stiegl-Gut Wildshut, das vor zehn Jahren aus dem Dornröschenschlaf erweckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Auf dem Gut wird das Prinzip der Kreislaufwirtschaft voll und ganz gelebt. „Es braucht ein anderes Wirtschaften. Dass das möglich ist, möchten mein Mann und ich auf Gut Wildshut zeigen“, erklärt die Neo-Senatorin Alessandra Kiener, die Wildshut vor kurzem gemeinwohlbilanzieren ließ und für Stiegl bereits seit mehr als 30 Jahren einen Nachhaltigkeitsbericht auf Basis der UN-Nachhaltigkeitsziele herausbringt.

Der Senat der Wirtschaft, Österreichs erste und größte parteipolitisch unabhängige Organisation, setzt sich aus aktiven Persönlichkeiten der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft bewusst sind und gemeinsam zur praktischen Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele und der Ökosozialen Marktwirtschaft beitragen. Fairness und Partnerschaft im Wirtschaftsleben sowie soziale Kompetenz von Unternehmern und Führungskräften prägen die Arbeit des Senates. Im Dialog mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft werden lösungsorientiert und partnerschaftlich akute Probleme – vorwiegend des Wirtschaftsstandortes Österreich – durch die Macher unserer Gesellschaft (die UnternehmerInnen, die Macher unserer Wirtschaft & Gesellschaft) – gefördert.

BECKHOFF Büroeröffnung und Berufung in den Senat der Wirtschaft

Im Rahmen der Büroeröffnung der Beckhoff Automation GmbH wurde die Berufungsurkunde des SENAT DER WIRTSCHAFT von Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender, überreicht.

Beckhoff Austomation GmbH wurde 1997 in Österreich als hunderprozentige Tochter der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG gegründet, feierte ihr 25-jähriges Jubiläum und erweiterte das seit 2018 bestehende Büro im SATURN Tower im 22. Bezirk in Wien auf eine volle Etage (1.490 m² Fläche) im 20. und damit obersten Stockwerk.

Die Erweiterung war notwendig, weil sowohl das Vertriebsteam als auch das Schulungsangebot ausgebaut wurde: Die bislang vier Schulungsplätze wurden auf zwölf aufgestockt, um zukünftig mehr Kunden schulen und zudem die sehr erfolgreiche Summer School auch in der Hauptstadt anbieten zu können. Im Rahmen der Summer School (www.beckhoff.at/summerschool) werden österreichweit an aktuell drei Standorten Schüler, Studenten und Lehrlinge kostenlos in einer fünftägigen TwinCAT-Schulung zu SPS-Programmierern ausgebildet. Die Summer School bietet eine Einsteiger-, Fortgeschrittenen- sowie High-Level-Woche, die mit Inhalten zu SPS-Grundlagen, Motion- und Robotik-Applikationen viel Wissen vermitteln und gleichzeitig den Spaß-Faktor nicht zu kurz kommen lassen.

Das Büro Wien soll neben der verstärkten Nähe zu den nationalen Kunden – ab Dezember 2022 werden monatlich Beckhoff Business Breakfasts mit unterschiedlichen Themen angeboten – auch eine Anlaufstelle und Treffpunkt für internationale Kunden sein, wenn es um Fragen rund um die Robotik geht.

Josef Schumpeter Forum 2022