Offener Brief an BM Köstinger

Vorschlag für die Inbetriebnahme der Bergbahnen

Nach der höchst erfolgreichen Eindämmung der COVID19-Pandemie in Österreich steht das Land nun vor der noch viel schwierigeren Aufgabe, nämlich die Aktivitäten wieder angemessen hochzufahren. Besonders herausfordernd ist dies in dem Segment, das am allerhärtesten getroffen ist, dem Tourismus.

Der SENAT DER WIRTSCHAFT setzt sich für die Tourismusbetriebe ein und wendet sich in einem offenen Brief, mit konkreten Vorschlägen, an BM Köstinger.

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5-Säulen-Plan zur Liquiditätskrise

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Corona: Freie Unternehmerverbände fordern 5-Säulen-Plan zur Bekämpfung der Liquiditätskrise

Abschaffung der WKO-Pflichtbeiträge + schnellere Abwicklung der Kurzarbeit + Liquidität ohne Umwege + Lohn- & Einkommenssteuer-Reform + Verlustrücktrag ermöglichen

Wien (OTS) – Österreich erlebt gerade die schwerste Krise der Nachkriegszeit. Seit mehr als einem Monat befindet sich unser Land im Corona-Shutdown. Vor allem für EPU, Kleinstunternehmer und KMU wird die wirtschaftliche Lage immer dramatischer. Sie haben Liquiditätsprobleme, können ihren Zahlungsverpflichtungen kaum noch nachkommen und stehen vor dem Ende ihrer Existenz.

Sicherung von 945.000 Beschäftigungsverhältnissen als oberstes Ziel

Die freien, politisch unabhängigen Unternehmerverbände vertreten zusammen mehr als 45.000 österreichische Arbeitgeber mit mehr als 945.000 Beschäftigten in den Bereichen Handel, Hotellerie und Gewerbe. Die Sicherung dieser Beschäftigungsverhältnisse und damit die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich hat jetzt oberste Priorität, denn mehr als einem Viertel der Unternehmen droht die Schließung.

Zweifellos hat die österreichische Bundesregierung mit dem Corona-Maßnahmenpaket binnen kürzester Zeit das mit Abstand größte Hilfspaket für den Standort und Arbeitsmarkt in der Geschichte der Zweiten Republik auf die Beine gestellt. Wie immer bei derart weitreichenden Maßnahmen ist es besonders wichtig, Verbesserungsvorschläge aus der täglichen Praxis objektiv zu bewerten und rasch zu realisieren, wenn sie sachlich gerechtfertigt sind.

Laut KSV hat erst ein Zehntel der von Corona betroffenen Unternehmen Geld aus dem Corona-Rettungsschirm erhalten. Die Politik hat entschlossen gehandelt und Kriseninstrumente binnen so kurzer Zeit angeboten, wie kaum ein anderes Land in Europa. Die Beantragung ist jedoch zu bürokratisch und die Bearbeitung der Anträge dauert viel zu lange.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Österreichische Hoteliervereinigung, der Handelsverband, der Gewerbeverein und der Senat der Wirtschaft einen praxistauglichen 5-Säulen-Plan für eine effizientere und effektivere Abwendung des Schadens durch Covid-19:

Forderung 1: WKO-Pflichtbeiträge überdenken

Die heimischen Wirtschaftskammern heben im Vergleich mit Deutschland im Schnitt ca. 10mal höhere Beiträge pro Unternehmen ein, obwohl der österreichische Markt ca. 10mal kleiner ist. Diese Pflichtbeiträge – insbesondere die Kammerumlage II, die anhand bezahlter Löhne berechnet wird – verteuern den Faktor Arbeit und bestrafen de facto beschäftigungsintensive Betriebe. Hinzu kommt: Innerhalb der letzten zehn Jahre sind die Einnahmen aus der Kammerumlage II um mehr als ein Drittel und damit weit über der Inflation angewachsen. Mittlerweile sitzen die
Wirtschaftskammern auf rund 1,4 Mrd. Euro an Finanzvermögen, finanziert durch Pflichtbeiträge der österreichischen Unternehmen.
„Die Corona-Krise wird noch einen langen Schatten werfen und auch 2021 viele Herausforderungen für die Wirtschaft mit sich bringen. Daher wäre ein Überdenken der WKO-Beiträge, zumindest aber der Kammerumlage II sinnvoll, um die angeschlagenen österreichischen Unternehmen zu unterstützen. Derartige Pflichtbeiträge sind längst nicht mehr zeitgemäß und können lediglich die Wettbewerbsfähigkeit lähmen“, appelliert Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, an die Spitzenfunktionäre der WKO.

Forderung 2: Abwicklung der Kurzarbeit beschleunigen

Viele österreichische Arbeitgeber sind bereit, sich auch in Krisenzeiten an ihre Mitarbeiter zu binden. Was sie im Gegenzug dafür wollen, ist eine rasche Abwicklung, um die fälligen Gehälter leisten zu können, ohne dass der gesamte Betrieb in Zahlungsnotstand gerät. Zurzeit ist die Beantragung der Corona-Kurzarbeit mit einem sehr hohen Dokumentationsaufwand, unzähligen Formularen und vielen manuellen Prozessen verbunden, welche eine unbürokratische Abwicklung verunmöglichen.

Dabei wäre das nicht nötig: „Alle Daten zu den Einkommen und den Abgaben, die dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber infolge des Beschäftigungsverhältnisses entstehen, sind bei der Österreichischen Sozialversicherung lückenlos elektronisch dokumentiert und könnten ohne weiteren Aufwand für alle Beteiligten rasch und problemlos zur Berechnung des Kurzarbeit-Entgelts herangezogen werden“, so Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung.

Forderung 3: Liquidität ohne Umwege in die Betriebe bringen

Österreich findet sich Wirtschaftsforschern zufolge nicht nur gesundheits-, sondern auch wirtschaftspolitisch in Sachen Covid-19-Bekämpfung im europäischen Spitzenfeld. Das bezieht sich nicht nur auf das Tempo der Budgetbereitstellung, sondern auch auf das dafür zur Verfügung gestellte Volumen. Verbesserungswürdig ist jedoch die Abwicklung der Hilfsfonds für betroffene Unternehmen. Die Schweiz beispielsweise stellt ihren Unternehmen binnen 24 Stunden 500.000 Franken oder 10% des Jahresumsatzes zur Verfügung. Auch in vielen anderen Ländern klappt die Bereitstellung von Liquidität ungleich schneller als hierzulande.

Mit ein Grund dafür ist, dass die Hilfen dort von Institutionen abgewickelt werden, die von Haus aus über die dafür für notwendig Informationen verfügen, nämlich die Finanzämter und nicht über neu geschaffene, umständliche Prozesse und Strukturen: „Es ist immer noch nicht zu spät jetzt und für die nächsten Monate den einzig geeigneten Weg einzuschlagen, die Abwicklung zu beschleunigen, den Bürokratieaufwand drastisch zu minimieren. Greifen wir doch endlich auf die eingespielten und bewährten Strukturen der Finanzämter zurück, die unmittelbar über alle Informationen verfügen, diese überlebenswichtige Aufgabe zu meistern“, sagt Andreas Gnesda, Präsident des Gewerbevereins.

Forderung 4: Lohn- und Einkommenssteuer-Reform vorziehen

Darüber hinaus würde ein Vorziehen der von der Regierung ohnehin für 2021 und 2022 vorgesehenen Senkung des Lohn- und Einkommensteuertarifs für die unteren Stufen starke Kaufkraft-Impulse liefern und damit den heimischen Wirtschaftsstandort durch eine höhere Binnennachfrage absichern.

„Dies würde spätestens im Sommer auch dem Tourismus-Standort Österreich besonders zu Gute kommen. Die Einkommenssteuersenkung ist ohnehin überfällig, da

in kaum einem westlichen Land die Lohn- und Abgabenquote höher ist als in Österreich“, erklärt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

Forderung 5: Verlustrücktrag ermöglichen

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise effektiver bewältigen zu können, sind aber noch weitere Maßnahmen im Bereich der Steuern erforderlich. So ist etwa der Vorschlag der Oppositionsparteien ein guter, analog zu den Verlustvorträgen auch die Möglichkeit eines Verlustrücktrags zu schaffen. Unternehmen könnten damit bei einer Steuerschuld aus dem Jahr 2019 die jetzt entstandenen Verluste gegenrechnen.

Fazit: Bürokratie kostet Arbeitsplätze

Trotz größter Bemühungen der Politik, gigantische Summen als Unterstützung zu vergeben, kommen die Mittel kaum bei den Betroffenen an. Warum? Weil an alten Zwängen festgehalten wird und die Abwicklung unfassbar bürokratisch ist. In Österreich wurde durch die teilweise Aushebelung des Epidemiegesetzes und den Erlass unzähliger COVID-19 Gesetze in Windeseile in die Erwerbsfreiheit eingegriffen und hunderttausende Menschen und Unternehmen zu Bittstellern gemacht.

Egal was sich verfassungsrechtlich als richtig oder falsch herausstellen wird: Niemals zuvor war das Ausmaß an Bürokratie spürbarer als in dieser Krise, in der jeder Tag zählt und fast jeder Mensch betroffen ist. Unsere Bürokratie kostet Arbeitsplätze. Der Goldschatz am Meeresboden hilft gar nichts, wenn der Rettungsring nicht rasch zugeworfen wird.

Kontakte:

Gewerbeverein

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Senat der Wirtschaft Österreich

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Wir feiern ein Jahr Leader‘s Talk

Wow. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Bereits vor einem Jahr fand unser Leader‘s Talk #1 im Arcotel Castellani in Salzburg statt, welchem noch weitere spannende Podiumsdiskussionen folgten. Darunter befand sich unter anderem auch unser erster Zukunftsdialog mit dem Salzburger Landesrat Mag. Stefan Schnöll bei unserem Senats-Partnerunternehmen G.A. Service rund um Senator Helmut Gruber.

Zukunftsdialog mit Landesrat Mag. Stefan Schnöll | © GAS

Gemeinsam mit Senator Mag. Gerald Krug-Strasshofer von der NeuroPerformanceGroup, dem Team vom Brutkasten rund um den CEO Dejan Jovicevic, haben wir der Senat der Wirtschaft die Leader‘s Talk Reihe im deutschsprachigen Raum ins Leben gerufen. Ziel ist es, neue und innovative Impulse zu setzen und den Erfahrungsaustausch anzuregen. Menschen, die schon richtig was bewegt haben, standen bereits auf unserer Bühne und gaben einen Einblick in ihre Erfahrung und in ihr Handeln und Tun.

Auch die aktuelle Situation rund um die Corona Pandemie hält uns nicht auf. Deshalb ist für heuer der erste Online Leader‘s Talk geplant. Eine tolle Gelegenheit, um sich trotz der physischen Distanz auszutauschen und voneinander zu lernen.

Vielen Dank an alle, die unseren Leader‘s Talk so außergewöhnlich gemacht haben. Wir freuen uns schon auf viele weitere spannende Events und Diskussionen mit Euch.

Hier findet ihr ebenfalls noch Links zu den Beiträgen des Brutkastens und unseren Rückblicken:

  • Leader‘s Talk #1 im Hotel Castellani. Hier trafen Jungunternehmer und Corporates zusammen, um sich auszutauschen.
  • Sustainable Leaders in Excellence. Bei diesem Event wurde das Thema Nachhaltigkeit großgeschrieben. Hört euch hier auch gerne das Interview vom Brutkasten mit den Speaker
  • Zukunftsdialog mit Landesrat Mag. Stefan Schnöll. Wo Innovationsmacher richtige Zukunftsmacher sind.
  • Female Leaders in Excellence. Ein Leader‘s Talk nur für unsere Top-Frauen.

1,4 Mrd. Euro WKO-Rücklagen für KMUs bereitstellen!

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Sofortige Ausschüttung von 1,4 Mrd. Euro WKO-Rücklagen soll Anstieg der Arbeitslosigkeit bremsen.

Wien – Seit einem Monat befindet sich Österreich im Corona-Krisenmodus. Immer mehr heimische Betriebe, darunter zahlreiche KMU, bekommen Liquiditätsprobleme. Viele können ihren Zahlungsverpflichtungen kaum noch nachkommen und stehen vor dem Ende ihrer Existenz.

Daher fordern die Österreichische Hoteliervereinigung, der Handelsverband, der Gewerbeverein und der Senat der Wirtschaft eine sofortige Liquiditätsoffensive. Das ist über die Branchengrenzen hinweg der dringendste Handlungsbedarf. „Wenn wir das nicht schaffen, wird sich die Liquiditätskrise bald zu einer historischen Wirtschaftskrise auswachsen. Und das wollen wir uns nicht einmal vorstellen“, fassen die Arbeitgebersprecher zusammen und berichten von „unzähligen Anrufen verzweifelter Arbeitgeber, denen sowohl liquide Mittel als auch Perspektiven fehlen.“

Den freien Unternehmerverbänden – sie vertreten zusammen mehr als 45.000 österreichische Arbeitgeber mit zusammen 945.000 Beschäftigten – ist bewusst, wie schwierig die aktuelle Situation für alle ist, insbesondere auch für die politischen Entscheidungsträger, denen für ihr unermüdliches Engagement und ihre hervorragende Krisenkommunikation zu danken ist. Doch nun muss Geld bei den betroffenen Unternehmen ankommen, um Arbeitsplätze zu retten und den Wirtschaftsstandort Österreich zu sichern.

1,4 Mrd. Euro WKÖ-Rücklagen für Corona-Rettungsschirm bereitstellen

Wie könnte dies am schnellsten erfolgen? Die Wirtschaftskammern sitzen zurzeit auf rund 1,4 Mrd. Euro an Finanzvermögen, finanziert durch Pflichtbeiträge der österreichischen Unternehmen. 700 Mio. davon sind Wertpapiere, 400 Mio. Bankguthaben. Aus Sicht der Unternehmerverbände könnten diese Rücklagen sofort an die betroffenen EPU, KMU und sonstigen Betriebe ausgeschüttet werden. Immerhin wurden die Kammerrücklagen von den Unternehmen genau für derartige Krisenfälle jahrzehntelang bezahlt. Wertpapiere lassen sich jederzeit liquidieren. Lieber jetzt ein kleiner Abschlag, als in wenigen Wochen ein unternehmerischer Kahlschlag, muss das Motto lauten.

ÖHV: Aufwändige Prozesse vernichten Arbeitsplätze

Ein immenses Problem stellt für die krisengebeutelte Wirtschaft, aber auch für die Ämter, die in Anträgen untergehen, die aufgeblasene Bürokratie dar: „Der Aufwand ist kaum zu bewältigen und vernichtet Arbeitsplätze. Das darf doch nicht sein“, verweist Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, etwa auf das Vorbild der Schweiz: Dort bekommen Unternehmen Kredite bis 500.000 Franken oder 10% des Jahresumsatzes ohne Formalitäten dank Bundeshaftung binnen 24 Stunden überwiesen. „Wenn der Bund wie angekündigt für 100% der Summen haftet, müssten auch bei uns ein IBAN und eine UID-Nummer reichen”, kritisiert sie vermeintlich „unbürokratische“, jedoch zig Seiten umfassende Kurzarbeits- und Kreditanträge. Dabei bräuchte es zum Erhalt der Arbeitsplätze rasch nicht rückzahlbare Mittel: „Sonst zögern wir das Siechtum der Betriebe nur hinaus.“

Gewerbeverein: Den Banken die Rettung von Arbeitsplätzen endlich erlauben

Die Banken sind derzeit nicht in der Lage, die notwendige Liquidität zuzuschießen: Die regulatorischen Auflagen zur Verhinderung einer neuerlichen Finanzkrise blockieren den notwendigen Liquiditätstransfer in die Realwirtschaft. Das muss „besser heute als morgen“ nachgebessert werden, hält Andreas Gnesda, Präsident des Gewerbevereins, fest. „Entweder man erlaubt den Banken, die Arbeitsplätze ihrer Kunden zu retten und ändert sofort das Regelwerk. Oder man versteht, dass es nur direkt über die Finanzämter abgewickelt werden kann, wie andere Länder das erfolgreich auch tun.“ Die Finanzbehörde wisse alles: die Betriebsergebnisse der letzten Jahre, die monatlichen Umsätze, die Kontodaten, die Abläufe: „Worauf wird da gewartet? Die gesündesten Betriebe können nicht so lange im Unklaren gelassen werden, wenn sie Strukturen aufrecht erhalten und Mitarbeiter nicht kündigen sollen. Eine zweiten, gar dritte Epidemie-Spitze können wir nur durchtauchen, wenn die alten Strukturen auf das Notwendigste und Nützliche reduziert, die Möglichkeiten der Digitalisierung genützt und Synergien endlich gehoben werden.“

Betriebe kritisieren Regierungs-PR statt Praxisbezug

Die Rolle der Wirtschaftskammer hinterfragen alle Verbände: „Im Nationalrat bei der Aussetzung gesetzlicher Ansprüche seiner Mitglieder mitzuwirken ist das Gegenteil von Interessenvertretung“, fasst Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, Kritik aus weiten Teilen der Wirtschaft zusammen. Die Einbindung von Praktikern in die Gesetzgebung funktioniere bei weitem nicht so gut wie die Unterstützung der Regierungs-PR durch führende Repräsentanten der Kammer, sehen viele Unternehmer die Rolle der Pflichtinteressenvertreter sehr kritisch: „Da sind der Ärger und die Verwunderung sehr groß.“

Mittel aus Kriseninstrumenten müssen rasch die Unternehmen erreichen

„Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise sehr früh reagiert. Dadurch können wir jetzt im Sinne des Wirtschaftsstandortes auch relativ rasch wieder hochfahren. Gerade deshalb braucht es jetzt die Liquidität bei den Firmen“, ergänzt der Präsident des Handelsverbandes, Stephan Mayer-Heinisch. Viele Kriseninstrumente der Regierung haben sich im EU-Vergleich als richtig erwiesen. „Die vorgesehenen finanziellen Mittel müssen nun so schnell wie möglich ausbezahlt werden, um heimische Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren. Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir abseits konventioneller Mittel auch unkonventionelle Wege gehen.“

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Regierung reagiert!

In einem öffentlichen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz forderte der SENAT DER WIRTSCHAFT einen Härtefonds nach Vorbild Deutschlands.

Nach einer erfolgreichen Telefon und Onlineumfrage schlug der SENAT der Türkis-Grünen Regierung vier dringende Umsetzungsvorschläge aus der Praxis vor.

Zahlreiche Vertreter des Bundesregierung und Landesvertreter reagierten auf die Presseaussendung am 6. April, bedanken sich für die praxisnahe Vorschläge und versprachen eine dementsprechende Umsetzung, im Sinne unserer Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land.

Reagiert haben:

  • Kabinett BK Kurz
  • Kabinett BMDW Schramböck
  • Kabinett BMF Blüml
  • Kabinett BMK Gewessler
  • Staatssekr. Brunner
  • Kabinett BMEU Edtstadler
  • BMAFJ Aschbacher
  • WKO Präs. Mahrer
  • LH Tirol Platter
  • LH Sbg Haslauer
  • Büro LH Ktn Kaiser
  • LH Stmk Schützenhöfer
  • Büro LH NÖ Mikl-Leitner

Dialog statt Regierungs-Dekrete

Presseinformation – Senat der Wirtschaft

Senats-Vorstandsvorsitzender Hans Harrer fordert “Runden Tisch Regierung-Wirtschaft statt Verkündigungs-Kommunikation”.

Wien – Am Dienstag nach Ostern hebt die Regierung für einen Teil der österreichischen Geschäfte die vor vier Wochen verhängten ausnahmslosen Sperren auf. “Die Kriterien für die Entscheidung, wer weiter geschlossen halten muss, bleiben im Dunkeln” erklärt Vorstandsvorsitzender Hans Harrer, “und erscheinen daher willkürlich”. Der Mehrheit der österreichischen Firmen und Betriebe wurde vorläufig nur ein möglicher Öffnungstermin Mitte Mai oder auch später vage in Aussicht gestellt. Darüber will die Regierung erst Ende April entscheiden- und dies im Rahmen ihrer fast täglichen Pressekonferenzen bekannt geben.

“Dafür, dass in den ersten Tagen nach Ausbruch der Corona-Krise rasch entschieden werden musste, herrscht auch in weiten Kreisen der Wirtschaft Verständnis”, sagt Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senat der Wirtschaft. Mehrheitlich positiv aufgenommen worden seien auch das Kurzarbeits-Modell und die Angebote zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen, auch wenn manches viel zu bürokratisch und praxisfremd ausgefallen sei.

“Nicht mehr hinnehmbar und Anlass für lautstarken Protest ist aber der Umgang der Regierung mit dem Schicksal jener zehntausenden Klein- und Mittelbetriebe, denen weiterhin untersagt ist, ihre Dienstleistungen und Geschäfte anzubieten”, so Harrer: “Hier werden sehenden Auges und ohne Not Existenzen vernichtet oder auf Jahre in ihrem Weiterbestehen hinaus massiv gefährdet und belastet.”

Senats-Sprecher Harrer fordert daher für die Woche nach Ostern dringend einen “runden Tisch, an dem sich die Vertreter aller Branchen und die Regierung auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam einen Plan für eine flächendeckende Aufhebung des Corona-Shutdowns erarbeiten, der rasch, fair und nachhaltig ist.”

Die Krisenkommunikation der Regierung sei in den ersten Tagen der Corona-Krise zu Recht gelobt worden, nun “ist es aber höchste Zeit, die Strategie von der reinen Verkündigung von Regierungsdekreten auf offenen Dialog mit den Betroffenen umzustellen”, sagt Hans Harrer als Sprecher der Unternehmensplattform Senat der Wirtschaft: “Ein Runder Tisch in der Woche nach Ostern ist als erster Schritt zur gemeinsamen Krisenbewältigung unumgänglich.”

Darüber hinaus sollten “unabhängige Vertreter der Wirtschaft auch in den Krisenstab der Regierung aufgenommen werden. So kann bei der Erarbeitung von Anti-Corona-Maßnahmen von Anfang an die Sicht der Praktiker der Wirtschaft eingebracht werden und für tragfähige Lösungen sorgen”, erklärt Hans Harrer: “Der Senat steht mit seiner Expertise der Regierung auf allen Ebenen als Dialog-Partner gerne zur Verfügung.


Rückfragehinweis:

Mahdi Allagha
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Vorschlagspapier für Startups

SENAT unterstützt das Vorschlagspapier von SENATs-Partner AVCO

Die COVID-19 Krise zeigt die Notwendigkeit, die Österreichische Wirtschaft zu unterstützen. Das Land braucht insbesondere für das volkswirtschaftlich wichtige Segment der Startup Unternehmen kurzfristig schnelle Hilfe in Form von staatlichen Garantieprogrammen sowie Überbrückungskrediten. Es geht um die Erhaltung von Jobs für tausende Beschäftigte und um die künftige Innovationskraft des Landes.

Insbesondere dann, wenn die Wirtschaft wieder anläuft, wird aber auch mehr privates Eigenkapital gebraucht werden, um durchstarten zu können und damit der Standort international wettbewerbsfähig bleibt. Dieses Kapital kann und sollte nicht mit Steuergeldern finanziert werden, sondern aus privaten Quellen – wie institutionellen und privaten Investoren – aufgebracht werden. Nur das gewährleistet eine nachhaltige und gesunde Wiederbelebung der Österreichischen Wirtschaft.

Daher hat SENATs-Partner AVCO, ua auch mit dem SENAT DER WIRTSCHAFT, in einem nachhaltig angedachten Maßnahmenpaket mehrere Eigenkapital-Instrumente entwickelt, die flexibel und abgestimmt auf die einzelnen Unternehmen angewandt werden können – kurz-, mittel- und langfristig! Das Paket liegt der Regierung bereits vor.

Neben Business Angels spielen langfristig operierende Venture Capital Fonds eine wichtige Rolle bei der Finanzierung und dem Aufbau von Startups. Leider gibt es davon in Österreich – verglichen mit allen Europäischen Ländern – zu wenig. Daher hat die AVCO bereits vor zwei Jahren ein Dachfonds-Konzept entwickelt, das nach Meinung vieler Experten einen wichtigen katalytischen Effekt auf die Ausgestaltung unserer Volkswirtschaft mit mehr risikotragendem Eigenkapital haben wird. Auch dieses gilt es jetzt in die Umsetzung zu bringen.

Wir erwarten nun eine zügige Umsetzung!


Austrian Venture Capital und Venture Capital Organisation
Senator Dr. Rudolf Kinsky
www.avco.at

 

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SENATs-Mitglied Elastica: Lock-Down führt zu Chancen

Der Salzburger Matratzenproduzent hilft sich selbst – wenn schon nicht geholfen wird.

Der Lock-Down im Handel traf SENATs-Unternehmen Elastica, ein führender Industriebetrieb, spezialisiert auf Matzratzen- und konfektionierte Schaumstoffproduktion in Österreich, mit voller Härte.

Der Geschäftsführer und Senator Philipp Kreutzer schickte alle 85 Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Doch kurze Zeit später wurde die Produktion umgestellt und mit den freigewordenen Kapazitäten werden nun Mund & Nasenschutzmasken produziert – mittlerweile sind 15 Mitarbeiter wieder beschäftigt, die pro Tag 5.000 bis 10.000 MNS-Masken herstellen.

100% Made in Austria – 100% Wertschöpfung bleibt in Österreich – 100% Familienbetrieb, seit 1976.

>> Mehr zu Elastica finden Sie hier

6. APRIL 2020 | Ein Brief an Bundeskanzler Kurz: “Jeder trotz Krise umgesetzte Euro rettet Existenzen”

Presseinformation – Senat der Wirtschaft


Senat begrüßt Maßnahmenpaket der Regierung und fordert Härtefonds nach Vorbild Deutschlands – KMU-Plattform befragte seine Mitglieder online und telefonisch.

Wien – In einem Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz bedankt sich der Senat der Wirtschaft bei allen Mitgliedern der Bundesregierung für das “hervorragende Krisenmanagement und den umfassenden Einsatz für Wirtschaft, Unternehmer wie Mitarbeiter” und deponiert zugleich einige dringende Wünsche. Der Senat hat als parteiunabhängige Plattform mittelständischer Unternehmen unter seinen Mitgliedern in der vergangenen Woche eine Umfrage durchgeführt, um zu eruieren, wie die Angebote zur Bewältigung der Corona-Krise ankommen und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Der Geschäftsführer des Projekts Mittelstands- und Klima-Allianz im Senat der Wirtschaft, Johannes Linhart, fasst den Tenor in einem Satz so zusammen: “Jeder trotz Krise umgesetzte Euro rettet Existenzen.”

Senat-Geschäftsführer Linhart übermittelte dem Bundeskanzler als Ergebnis der Telefon- und Online-Umfrage vier dringende Verbesserungs-Wünsche:

– Das gute Modell der Kurzzeit sei in der Abwicklung zu kompliziert und langwierig. Der Senat empfiehlt daher, dass das AMS wie im Fall der Arbeitslosen auch den Nettoersatzbetrag für die Kurzarbeit sofort und direkt an die Dienstnehmer ausbezahlt. Die nun ins Auge gefasste Lösung, dass die Banken aufgrund einer staatlichen Haftung die Gehälter vorfinanzieren, sei möglich, aber komplizierter.

– Eine Liquiditätssicherung durch Überbrückungskredite seitens der Banken muss durch entsprechende Anpassungen im Insolvenzrecht und erweiterte Staatshaftungen abgesichert werden. Zudem bedarf es Anpassungen in den Haftungsrichtlinien der diversen Finanzierunginstrumente. Auch der Fristenlauf im Insolvenzrecht sollte aufgeschoben werden, die beschlossene Fristverlängerung bringt, mangels Möglichkeit der Erstellung einer Fortbestehensprognose, gar nichts.

– Leider ist die Akzeptanz der elektronischen Signatur in Österreich insbesondere im Banken-, Sachverständigen- und Immobilienbereich noch schleppend. Deshalb empfehlen wir dem Ministerium nochmals ausdrücklich und öffentlichkeitswirksam darauf hinzuweisen, dass die elektronische Signatur für alle Geschäftsbereiche offen steht. Alle BürgerInnen sind eingeladen, die kostenfrei zur Verfügung gestellte QES in Form der Handy-Signatur (bzw. zukünftig E- ID) in Anspruch zu nehmen. Was nach einer Detailfrage klingt, hat große Auswirkungen, weil es hilft, die Ansteckungsgefahr aufgrund so vermeidbarer sozialer Kontakte weiter zu reduzieren Derzeit sind aufgrund der aktuellen Ausgangsrestriktionen und der von der Regierung propagierten Arbeit im Homeoffice Unterschriften bei Kreditvergaben, Beschlüssen im Geschäfts- oder Aufsichtsratbereich wie auch erforderliche Beglaubigungen nicht möglich. Das blockiert eine essentielle Geschäftsaktivität, die auch von zuhause aus erledigt werden könnte. Die Erweiterung des Rechts auf digitale Signatur könnte zu fortlaufenden Umsätzen verhelfen und so einen Teil der Wirtschaft ohne staatliche Zuschüsse am Leben halten.

– Ausbau des Härte- und Nothilfe-Fonds: Bis zu 6.000 Euro ist für alle UnternehmerInnen, die nicht alleine ohne Mitarbeiter in der Wohnung arbeiten, also für alle KMUs mit bis zu 10 Mitarbeitern – zu wenig. In Deutschland wird eine Soforthilfe von bis zu 15.000 Euro geleistet. Auch das Schweizer Modell wäre hier klar vorzuziehen.

“Die Umsetzung dieser vier konkreten Vorschläge sollte es ermöglichen, dass die finanziellen Maßnahmen der Bundesregierung möglichst rasch und auch tatsächlich bei den Unternehmen ankommen, um so Österreichs KMUs und deren Arbeitsplätze zu retten”, resümiert Senat-Geschäftsführer Johannes Linhart in seinem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Bei der online und telefonisch durchgeführten Umfrage bei den Klein- und Mittelbetrieben im Senat, was die Grundlage für den Brief an den Bundeskanzler darstellt, dominieren zum einen sehr viele kritische Erfahrungsberichte: “Der bürokratische Aufwand ist riesig um an Unterstützung oder allein um an die nötigen Information zu kommen”, heißt es in vielen Rückmeldungen von Unternehmern: “Vor allem, weil man nicht einmal eine Bestätigung erhält, dass der Antrag bearbeitet wird, somit kann man als Unternehmen kaum in die Zukunft planen.”

Als große Herausforderung nennen Senats-UnternehmerInnen auch, “von den Mitarbeitern die Zustimmung einzuholen, auf Kurzarbeit umzusteigen, ihnen das System der Kurzarbeit verständlich zu erklären und dadurch keine Missstimmung im Personal zu streuen.”

Da und dort heißt es auch: “Die Gewerkschaft macht Probleme wegen der Kurzarbeit. Sie akzeptieren die Begründung nicht, die die Wirtschaftskammer und das AMS bereits grundsätzlich zugesagt haben.”

Sehr viele Unternehmer halten sich erst gar nicht lange mit der schicksalhaften Vergangenheit auf, sondern entwickeln bereits Pläne für die Zukunft nach Beendigung des Shutdowns: “Das Gute am Senat ist, dass wir Teil eines Netzwerks sind. Hier muss ein Austausch unter den Unternehmen stattfinden, um sich mit Know-How zu helfen und nach der Krise gemeinsam mit diesem richtigen Netzwerk die Wirtschaft neu aufzubauen bzw. wieder zu stärken.”

Rückfragehinweis:

Mahdi Allagha
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COVID-19 – Neuerungen im Insolvenzrecht – Ein Schuss ins Leere – Auswirkungen

Der Nationalrat hat mit dem am 20.03.2020 beschlossenen 2. COVID-19-Gesetz die eher unbekannte Bestimmung des § 69 Abs. 2a IO dahin gehend geändert, dass dort die Wendung „Epidemie, Pandemie“ eingefügt wurde.

Inhaltlich bedeutet dies, dass nunmehr auch im Fall einer Epidemie oder Pandemie, wie derzeit vorliegend, die Frist für die Beantragung eines Insolvenzverfahrens 120 Tage beträgt. Bislang galt dies lediglich für Naturkatastrophen. 

Leider bietet die vorgenommene Gesetzesänderung eigentlich nicht das, was sie verspricht, da sie den Geschäftsführer/Vorstand eines mit Insolvenz bedrohten Unternehmens auch nicht vorübergehend von der Antragspflicht des § 69 IO befreit. Sinnvoller wäre es gewesen, den Beginn des Fristenlaufes nach hinten zu verschieben, z.B. dadurch, dass die 60 oder 120 Tagesfrist bis zu einem bestimmten Datum gehemmt ist.

Einem verantwortungsvollen und Haftungen vermeiden wollenden Geschäftsführer/Vorstand eines Unternehmens, das durch die derzeitige Ausnahmesituation in Schieflage geraten ist, kann nur dringend empfohlen werden, trotz der Fristverlängerung zur Antragstellung in der Insolvenzordnung insbesondere folgende Schritte/Maßnahmen zu setzen:

  • Beschaffung frischen Kapitals,
  • Vereinbarung von Stundungen und Ratenzahlungen mit den verschiedenen Gläubigergruppen (Banken, Finanzamt, Leasinggesellschaften etc.),
  • Prüfung der Inanspruchnahme einer ABBAG-Garantie zur Finanzierung des weiteren Geschäftsbetriebs oder einer Überbrückungsfinanzierung durch die ABBAG selbst,
  • Erarbeitung und Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere Kostensenkungsmaßnahmen, wie z.B.: Beantragung von Kurzarbeit, Anträge an Vermieter auf Reduktion des Mietzinses,
  • Erarbeitung eines adaptierten Geschäftsmodells.

Die rechtliche Einschätzung im Detail, von den Autoren Georg Rupprecht und Bernhard Schatz, finden Sie auf der Webpage der Rechtsanwaltskanzlei BPV-Hügel: https://www.bpv-huegel.com/news/need2know/

» COVID-19 – Neuerungen im Insolvenzrecht

9. MÄRZ 2020 | SENATs-AUFTAKTVERANSTALTUNG

Chance Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE

Am vergangenen Montag, den 9. März, durften wir noch vor Beginn der alljährlichen SENATs-Auftaktveranstaltung unsere neuen Senatorinnen und Senatoren im Looshaus und im Beisein unserer Vizepräsidentin Benita Ferrero-Waldner feierlich in unseren Kreis aufnehmen.

Die anschließende Veranstaltung „Österreich als Brückenbauer für CEE und SEE“ mit Schwerpunkt auf Innovation und Technologie im Zeichen der Nachhaltigkeit wurde in den Räumlichkeiten der OSZE der Wiener Hofburg abgehalten und erfolgte auf Einladung von SECI (Southeast European Cooperative Initiative). An die 130 Senatorinnen und Senatoren folgten mit großem Interesse den Ausführungen und den Diskussionen eines hochkarätigen Podiums, das aus Vertretern von Wirtschaft, Politik  und Medien ideal besetzt war.: Dr. Erhard Busek, Dr. Paul Rübig, Staatssekretär Dr. Magnus Brunner, Ing. Karl-Heinz Strauss (PORR), Dr. Michael Fazekas (SECI), Senator RA MMag. Dr. Kazim Yilmaz, Mag. Daniel Cronin (Austrian StartUps), Dr. Franz Schellhorn und Senator Alexander Hotowy (accilium GmbH). Die Wirtschaftskammer Serbiens war vertreten durch den Verantwortlichen für Kreislaufwirtschaft, Ökologie und Innovation, Siniša Mitrović.

Tenor der Auftaktveranstaltung war der Aufruf zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Sinne der Nachhaltigkeit.

? Werner Streitfelder

27. FEBRUAR 2020 | Mit Innovationen die Zukunft meistern

Ein Zukunftsdialog des Senats der Wirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsbund in der Wirtschaftskammer/Bezirksstelle Pinzgau

Allerorts wird von Disruption gesprochen, aber es fällt oftmals schwer, jene Innovationen, die in Zukunft Bestand haben werden, aus den Unternehmen selbst zu generieren. Die Frage, ob man nun sein gesamtes Geschäftsmodell überdenken oder gar total verändern muss, sollte dringend gestellt werden. Nur wer gibt darauf die richtigen Antworten? Um dies zu diskutieren und gleichzeitig den Zugang zu innovativen Start-Ups zu erleichtern, hat der Senat der Wirtschaft das Projekt „Innovationsmacher“ ins Leben gerufen.

Diese Initiative soll Unternehmen mit Start-Ups in Kontakt bringen, um gemeinsam an innovativen Lösungen für die Zukunft zu arbeiten. „Der Schritt mit jungen Kreativen zusammenzuarbeiten ist nicht immer so einfach, da wird es noch die ein oder andere Barriere zu überwinden geben, aber wir sehen immer wieder, dass dort, wo Kooperationen starten, viel Interessantes für beide Seiten herauskommt“, zeigt sich Hans Harrer, Vorstandsvorsitzender des Senats der Wirtschaft, überzeugt von der Innovationsmacher Idee. Diese unterstützt auch Carmen Boschele vom Wirtschaftsbund, die die Gäste in der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Pinzgau zum Zukunftsdialog der Initiative in Zell am See begrüßte. Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten sich Unternehmerinnen und Unternehmer dem Thema ausgiebig widmen.

KR Mag. Nick W. Kraguljac, Geschäftsführer von Zell-Metall, sieht die Start-Up Szene positiv, denn diese sei durch und durch ideengetrieben. Gemeinsam mit einem etablierten Unternehmen, das auch die nötige Finanzkraft mitbringt, lassen sich diese Ideen leichter verwirklichen. „Allerdings“, so Kraguljac weiter, „muss auch der Mut zur Veränderung gegeben sein.“ Darüber hinaus betont er, dass Innovation vor allem durch Wissen und daher durch Bildung entstehe. Hier müsse Österreich noch in den MINT-Fächern aufholen, damit man den Anschluss nicht verpasse.

Dem schließen sich auch Dipl. Arch. Birgit Maier von Holzbau Maier, und Chris Perkles von Erdbär the #worldchanger, an und betonen, dass es gerade die Schnelligkeit und Risikofreude in Start-Up Unternehmen seien, die Innovationen zulassen, da sie an keine Tradition oder schon vorhandene Unternehmenskultur gebunden seien. Das Zulassen von Fehlern und dadurch die Möglichkeit schnell zu lernen, ist für Perkles, der mit KMUs zusammenarbeitet, ein weiter wichtiger Vorteil.

Dass dabei auch die Politik eine nicht unwesentliche Rolle spielt, zeigt Landtagsabgeordneter Mag. Hans Scharfetter auf. Hier sei die Bundespolitik ebenso betroffen, wie die Landespolitik. Dass im Regierungsprogramm u.a. ein erleichterter Zugang zu Risikokapital vorgesehen ist, sei erfreulich. Scharfetter zeigt dazu auch die, vom Land Salzburg maßgeschneiderten, Fördermaßnahmen für KMUs auf, wie z.B.

„Digital. Salzburg“. Im Rahmen dieser Digitalisierungsoffensive stellt das Land rd. 2,4 Mio. Euro zur Verfügung und will damit Investitionen von rd. 12 Mio. Euro ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts „Innovationsmacher“, kooperiert der Senat der Wirtschaft mit der Neuroperformance Group. „Unser Unternehmenszweck ist es, Start-Ups und Unternehmen zusammenzuführen, die sich optimal ergänzen. Dafür müssen auch die Werte beider Unternehmen zusammenpassen“, ist Mag. Gerald Krug-Strasshofer von der Neuroperfomance Group überzeugt.

Die intensive Diskussion im Anschluss zeigte auf, wie wichtige solche Veranstaltungen sind, um Vorurteile abzubauen, neue Ideen zu generieren und Mut zur Umsetzung zu erwecken.

 

3. DEZEMBER 2019 | LEADERS TALK #3: FEMALE LEADERS IN EXCELLENCE

VIER POWERFRAUEN GEBEN EINBLICKE IN IHRE ERFOLGSFORMELN

Female Leaders in Excellence. So lautete das Thema des 3. Leaders Talks in Wien. Die vier Powerfrauen, Petra Boteková, Doris Wallner-Bösmüller, Silvia Wustinger-Renezeder und Katharina Habel, aus der Gründer- und Leadership-Szene sprachen dabei über ihre Erfahrungen und Herausforderungen als weibliche Führungskraft im Unternehmen.

Ein Abend im Zeichen der Frauen

Wir können viel voneinander lernen. Vor allem „von Menschen, die schon richtig was bewegt haben“, sagt Gerald Krug-Strasshofer, Geschäftsführer der NeuroPerformanceGroup. Aus diesem Grund haben Krug-Strasshofer und der Senat der Wirtschaft den Leaders Talk ins Leben gerufen. Als Medienpartner fungiert derBrutkasten rund um das Team von Dejan Jovicevic. Da bei den bisherigen Leaders Talks erst eine Frau am Podium stand, wurde der dritte nun voll und ganz dem weiblichen Geschlecht gewidmet – „Female Leaders in Excellence“.

Unter anderem ging es beim 3. Leaders Talk, welcher am 3. Dezember in der Gutenbergs Eventlocation stattfand, um die Vorurteile, mit denen Frauen in Führungspositionen zu “kämpfen” haben, aber auch um ihre Rolle als Gründerinnen, Mentorinnen und Vorbilder. Spannende Themen, welche auch im Anschluss noch aktiv im Publikum diskutiert wurden.

Wenn ich sehe, was möglich ist, glaube ich eher daran, dass ich es schaffen kann

Vorurteile – Damit haben Frauen in der Unternehmenswelt nach wie vor stark zu kämpfen. Das wurde auch bei der Podiumsdiskussion angesprochen. „In unserer Gesellschaft wird einem immer noch oft von einer Gründung abgeraten“ erzählt Petra Boteková, Gründerin von ReloPilot. Frauen wird der Schritt in die Selbstständigkeit von vielen nicht zugetraut und das aufgrund der Eigenschaften, die man ihnen zuschreibt. Das ist ein Vorurteil, mit dem man sich abfinden muss und wie Boteková auch sagt, wo es Mut braucht, den Schritt dennoch zu wagen. Auch deswegen ist es essenziell sich mit einer unternehmerisch-denkenden Community zu umgeben und genug Frauen-Vorbilder zu haben. “Wenn ich sehe, was möglich ist, glaube ich viel eher daran, dass ich es auch schaffen kann”, sagt die Unternehmerin.

Doch nicht für jede Frau stellen die Vorurteile ein Problem dar. Wie zum Beispiel für Doris Wallner-Bösmüller, Geschäftsführerin der Druckerei Bösmüller. „Vorurteile sind für mich ein Geschenk“ erzählt sie dem Publikum. Sie findet es spannend, was in solchen Momenten in den Köpfen anderer passiert oder welche Bilder sie selbst oft vor Augen hat. Man muss nur wissen, wie man richtig damit umgeht und wie man darauf reagiert.

Es gibt auch eine Mutter des Erfolgs

Einmal angekommen in ihrer Position als Führungskraft, sind Frauen sehr erfolgreich in ihrem Tun. Dem stimmt auch Silvia Wustinger-Renezeder, Managing Partner der 6B47 Real Estate Investors AG, zu. Sie erzählt von all den jungen Damen, die leitende Positionen in ihrem Unternehmen oder auf den Baustellen belegen und sehr ergebnisreich arbeiten. Die Unternehmenswelt ist längst keine Männerdomäne mehr und fordert immer mehr Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Das erfordert freilich Verständnis von beiden Seiten. „Frauen müssen dieselben Fähigkeiten wie Männer mitbringen, nur in weiblicher Form“ so Wustinger-Renezeder. Die Chance auf einen Job im Unternehmen sollte somit für alle Beteiligten gleich sein. Dasselbe gilt auch für die Gründerszene. Untersuchungen haben sogar ergeben, dass zwar weniger Frauen gründen, dafür aber mehr weibliche Gründerinnen ihre Ziele erreichen. Erfolg ist also nicht nur den Männern überlassen. Wie Doris Wallner-Bösmüller sagt: “Ein Kind hat immer Vater und Mutter. Wenn es also einen Vater des Erfolgs gibt, dann muss es auch eine Mutter des Erfolgs geben”.

Quotenregelung im Unternehmen

Abschließend durfte auch das Publikum noch ihre Fragen und Kommentare an die Damen richten. Dabei wurde vor allem die Frauenquote von allen Seiten stark diskutiert. Von einigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen hieß es, die Regelung sei notwendig, um den Frauen den ersten Schritt in gewisse Positionen zu ermöglichen. Andere wiederum konnten mit der Geschlechterquote weniger anfangen, da sie der Meinung sind, das Verständnis für eine faire Behandlung sollte sowieso gegeben sein. Schlussendlich war man sich jedoch einig, dass auf lange Sicht eine Gleichverteilung von Mann und Frau im Unternehmen und auf den verschiedenen Ebenen selbstverständlich sein sollte. “Wenn in verschiedenen Unternehmen keine Bewegung reinkommt, liegt das meistens an der Führungsetage oder an den Besitzern, die an alten Mustern und Prägungen festhalten”, meint Katharina Habel, Gründerin der Big Power Fitness GmbH. Diese Muster gilt es nun zu durchbrechen und mehr Bewusstsein für die Rollenverteilung im Unternehmen zu schaffen. Auch “2 Minuten 2 Millionen”-Investor Heinrich Prokop (CleverClover) berichtete aus seiner Erfahrung, dass Teams mit Frauen-Beteiligung notwendig sind, da die Quote des Scheiterns bei solchen Teams geringer ist.

Abschließend wurden die vier Speakerinnen auf der beNextStars-Tafel verewigt. Gemeinsam ging es dann in eine offene Runde. Bei Brötchen, Knabbereien und gutem Glas Wein konnten sich die Gäste vernetzen und austauschen.

Moderiert wurde der 3. Leader’s Talk von Dejan Jovicevic, dem Geschäftsführer von derBrutkasten. Für alle jene die nicht teilnehmen konnten, wurde ein Interview mit den Powerfrauen im Vorfeld aufgezeichnet.

 

 

Copyright: Jonas Thiller

 

 

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SDG-AWARD | ÜBER 100 EINREICHUNGEN! VERLEIHUNGSGALA AM 4. DEZ. 2019

Sensationsergebnis: Über 100 Einreichungen für den Austrian SDG-Award!

 

Der Ethik-Beirat des SENAT DER WIRTSCHAFT ist überwältigt: Über 100 Unternehmen, Gemeinden, Medien und Jugendorganisationen haben zum Austrian SDG-Award des SENAT DER WIRTSCHAFT eingereicht. Auf der Facebook-Seite des SENATs haben weitere hunderte Bürgerinnen und Bürger ihre Heimatgemeinden genannt, die im Bereich der UN-Nachhaltigkeitsziele relevante Aktivitäten setzen und auf Unternehmen hingewiesen, die nächstes Jahr einreichen wollen. Auch wenn diese Nennungen nicht als Nominierungen zur Jurybewertung durch den Ethik-Beirat einfließen können, so zeigt sich doch: Das Interesse an diesem Zukunftsthema ist gewaltig!

 

Die nächsten Schritte

Unmittelbar nach dem Ablauf der Einreichfrist fand die erste Jury-Sitzung des Ethik-Beirats statt. Nun werden die Einreichungen in den vier Kategorien Unternehmen, Jugend, Medien und Städte/Gemeinden evaluiert. Die elektronisch übermittelten Fragebögen werden durch die Partner des Austrian SDG-Awards ETHICO (für den Unternehmensbereich) und PlanetYes (für den Kommunal-Bereich) ausgewertet und in Kürze werden bei weiteren Jurysitzungen die Gewinner ermittelt.

 

Vorbereitungen für die Gala am 4. Dezember 2019 laufen auf Hochtouren

SENATs-Vorstandsmitglied Gabriele Stowasser zu den Vorbereitungen für die große Verleihungsgala am 4. Dezember 2019 im Dachfoyer der Wiener Hofburg: “Es wird ein Fest der Freude über alle diejenigen, die durch ihre Einreichung zeigen, dass sie sich bereits aktiv für eine zukunftsfähige Wirtschaft und Gesellschaft bemühen. Wir freuen uns sehr, dass der Präsident des Nationalrats der Republik Österreich, Mag. Wolfgang Sobotka, den Ehrenschutz des Austrian SDG-Award übernommen hat und es ermöglicht, dass die Verleihungsgala am 4. Dezember 2019 im beeindruckenden Dachfoyer der Wiener Hofburg stattfindet. Außerdem freuen wir uns darüber, dass sowohl die Bundeskanzlerin der Republik Österreich, Frau Dr.in Brigitte Bierlein, wie auch die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, DIin Maria Patek, die ebenfalls Ehrenschutzträgerin ist, die Verleihungen vornehmen werden.”

 

NR-Präsident Mag. Wolfgang Sobotka © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

DIin Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Bundeskanzlerin Dr.in Brigitte Bierlein, © Andy Wenzel, BKA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Interesse am Austrian SDG-Award und für weitere Informationen zum Thema, wenden Sie sich bitte an uns:

 

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23. September 2019 | Praxis-Präsentation des 1. Fonds für Social Entrepreneurship

Presseinformation

Senat der Wirtschaft – Social Entrepreneurship Forum 2019

Praxis-Präsentation des 1. Fonds für Social Entrepreneurship

 

Wien: Am 23. September 2019 trafen sich auf Einladung des Senat der WirtschaftSocial Entrepreneure sowie Finanz- und RechtsexpertInnen in der Schwarzkopf-Akademie, um sich über ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen, praxiserprobte Lösungsbeispiele, sowie den neuen Social Entrepreneurship Fonds, der von fair-finance gemanagt wird, auszutauschen.

 

„Durch Social Entrepreneurship werden gesellschaftliche Probleme auf der Grundlage eines wirtschaftlich relevanten Konzepts gelöst. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass Social EntrepreneurInnen unabhängig von Fördertöpfen sind. Das Social Entrepreneurship Forum und der daraus resultierende Fonds haben daher das Ziel, die Selbstständigkeit und die wirtschaftliche Unabhängigkeit dieser SozialunternehmerInnen sicherzustellen“, so Gabriele Stowasser, Vorstandsmitglied des Senat der Wirtschaft. Der Senat bemüht sich mit dieser Veranstaltung bereits seit sechs Jahren um den praxisorientierten Austausch zwischen Stakeholdern, Best-Practice Beispielen, Finanzierungsinstitutionen und RechtsexpertInnen, wobei es um konkrete Lösungen für ökonomische, ökologische und soziale Herausforderungen geht.

Walburga Fröhlich, MA vom Social Entrepreneurship Netzwerk Austria (SENA) sieht die Wichtigkeit des SEF insbesondere in der Generierung von Aufmerksamkeit: „Die ständige Reizüberflutung durch Twitter und Co macht Aufmerksamkeit zur wichtigsten Währung für Erfolg. Nur wenn es uns gelingt, die breite Öffentlichkeit auf das Potenzial von Social Entrepreneurship aufmerksam zu machen, werden wir nachhaltigen Nutzen stiften können.“

Die im Rahmen des SEF beispielhaft präsentierten Best-Practices (Shades Tours, welche Stadtführungen durch obdachlose, geflüchtete und suchtkranke Personen anbieten – Equalizent, die Schulungen für Schulungen für gehörlose Menschenanbieten und Dahir, als sozioökonomisches Immobilienmanagementunternehmen) zeigten einmal mehr, dass es nicht verpönt sein darf, auch als Social Entrepreneure Erträge zu erwirtschaften.

 

vlnr: Jochen Ressel (GF-Operations, SENAT), Mag. M. Zeilinger (fair finance), Dr. C. Tedeschi (Caritas Vorarlberg) mit den beiden Jugendbotschafterinnen, R. Frasch (Bildung-Allianz des SENAT), G. Stowasser (Vorstand, SENAT), M. Rohla (Goodshares), Mag.a S. Knautz (GF, Schwarzkopf), Dr. J. Linhart (GF, SENAT), S. Massera (Erste Bank), W. Fröhlich, MA (SENA)

 

Der erste Social Entrepreneurship Fonds Österreichs

“Social Entrepreneure in Österreich bei der Lösung sozialer Herausforderungen zu unterstützen, ist mir ein ganz persönliches Anliegen, liegt doch meine Zukunftshoffnung gerade auf jenen Unternehmen, die sozialen und ökologischen Impact erzielen und dabei profitabel wirtschaften“, so Mag. Markus Zeilinger von fair-finance, der nun den ersten Social Entrepreneurship Fonds Österreichs managed. Dadurch haben Social EntrepreneurInnen die Möglichkeit, Wachstumskapital für den Rollout eines nachweislich sozial und wirtschaftlich relevanten Geschäftsmodells zu generieren.

Ergänzt wird die Fonds-Finanzierung mit weiteren Instrumenten, die beim SEF diskutiert wurden, wie Stiftungen, Private Equity und Banken. Stefano Massera von der Abteilung Social Banking der Erste Bank, stützt sich auf die Devise „Hilfe zur Selbsthilfe“, um Menschen und Unternehmen bei der Realisierung ihrer Ideen zu unterstützen. „Dank einer Kooperation mit dem European Investment Fond ist es uns möglich, Sozialunternehmern Kredit-Finanzierungen zu günstigen Bedingungen zu ermöglichen. Dadurch erhalten diese bei der Umsetzung von neuartigen Geschäftsideen mit einem sozialen und/oder ökologischen Schwerpunkt einen finanziellen Spielraum, ohne Geschäftsanteile abzugeben“, so Massera.

Die Wirkung des Social Entrepreneurship Forums fasst Sepp Eisenriegler vom Reparatur- und Service-Zentrums R.U.S.Z und damit selbst Gründer eines erfolgreichen Social Business, wie folgt zusammen:„Das Social Entrepreneurship Forum des Senat der Wirtschaft ist traditionell eine äußerst spannende Veranstaltung, weil Beweise dafür geliefert werden, was ‚Rule-Breaker’ alles zustande bringen.“Ähnlich erfreut zeigt sich auch Dr. Claudio Tedeschi von der Caritas: „Frischer Unternehmergeist wirkt absolut beflügelnd, um soziale Herausforderungen anzugehen und dabei auch neue Pfade zu beschreiten.“

Unterstützt wurde die vom Senat klimaneutral gestellte Veranstaltung von Henkel. Ergänzend zu diversen CSR-Projekten übernimmt das Unternehmen auch durch Social Entrepreneurship gesellschaftliche Verantwortung. „Im Rahmen der Shaping Futures-Initiative bilden wir seit 2010 weltweit sozial benachteiligte Menschen zu Friseurinnen und Friseuren aus und können dabei auf das freiwillige Engagement unserer MitarbeiterInnen und KundInnen bauen. In Österreich betreiben wir das Programm gemeinsam mit dem abz* Austria und BEST. In den vergangenen beiden Jahren konnten wir dadurch über 20 Wiedereinsteigerinnen nach Baby- oder Pflegekarenz erfolgreich schulen und mit potenziellen Arbeitgebern vernetzen.“, unterstrich Mag. Sonja Knautz, General Manager Beauty Care Professional Österreich.

 

Unter den Gästen befanden sich unter anderem Mag.a Sonja Knautz (General Manager, Beauty Care Professional Österreich), Mag. Markus Zeilinger (Vorstandsvorsitzender & Gründer, fair-finance Vorsorgekasse AG), Wolf-Dieter Martius (Senior Consultant, SYNCON Consulting GmbH), Gabriele Stowasser (Mitglied des Vorstands, SENAT DER WIRTSCHAFT), Jochen Ressel (Geschäftsführung Operations & Chefredaktion Wirtschaftsmagazin SENATE), Dr. Reinhard Mechler (stv. Direktor,  International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)), Sepp Eisenriegler MBA, MAS (Geschäftsführer R.U.S.Z. Reparatur- und Service-Zentrum), Dr. Claudio Tedeschi (Fachbereichsleiter Kommunikation Caritas Vorarlberg), Mag.a  Monika Haider (Geschäftsführung equalizent Schulungs- und Beratungs GmbH), Dagmar und Georg Kotzmuth (Geschäftsführung Dahir), Perrine Schober (Geschäftsführung Shades Tours), Mag.a Eva Miklautz (Social Impact Bond und Social Business Call, BMASK, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz), Dr. Keyvan Rastegar, LL.M. (Gründer, RPCK Rastegar Panchal), Walburga Fröhlich, MA (SENA), Stefano Massera (Abteilung Social Banking, ERSTE BANK), Mag. Martin Rohla (Geschäftsführender Gesellschafter, Goodshares Beteiligungs- und Beratungs GmbH), Hermann Rauter (Geschäftsführer & Gründer, HerzTraum Immobilientreuhand GmbH).

 

 

SENAT DER WIRTSCHAFT

Der Senat der Wirtschaft ist eine parteiunabhängige und ökosozial ausgerichtete Wirtschaftsorganisation mit dem Ziel, Unternehmen praxisorientierte Anwendungsinformationen zu ökosozialen Themen bereitzustellen. Er ist Think-, aber vor allem ein Do-Tank, denn es geht um die Realisierung konkreter Maßnahmen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Das betrifft die Bereiche Wirtschaft, Ökologie, Bildung und Gesundheit. In diesen Bereichen werden Unternehmen aktiv unterstützt, zukunftsfit zu bleiben. Außerdem ist der SENAT ein international agierendes Wirtschafts-Netzwerk und steht in engem Dialog mit politischen EntscheidungsträgerInnen, um die Verbesserung der unternehmerischen Rahmenbedingungen zu bewirken. www.senat-oesterreich.at

 

     Circular Economy-Experte und Sozialunternehmer Sepp Eisenriegler, MBA, MAS (GF, R.U.S.Z.) beim SEF19

Das SEF19 als Plattform für Social Entrepreneurs. vlnr: Perrine Schober (Shades Tours), Hannah Lux (Vollpension)

Social Entrepreneurs am Podium des SEF19: (vlnr) Mag.a M. Haider (equalizent), D. Kotzmuth (Dahir), P. Schober (Shades Tours), G. Kotzmuth (Dahir), W. Fröhlich, MA (SENA), Mag.a S. Knautz (Schwarzkopf)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückfragehinweis:

  • Andrea Gesierich, MA
  • Head of Communication
  • +43 664 9657965
  • a.gesierich@senat-oesterreich.at

 

Fotocredits & Bildtexte

© Claudio Farkasch, SENAT DER WIRTSCHAFT

  • Bild 1: vlnr: Jochen Ressel (GF-Operations, SENAT), Mag. M. Zeilinger (fair finance), Dr. C. Tedeschi (Caritas Vorarlberg) mit den beiden Jugendbotschafterinnen, R. Frasch (Bildung-Allianz des SENAT), G. Stowasser (Vorstand, SENAT), M. Rohla (Goodshares), Mag.a Knautz (GF, Schwarzkopf), Dr. J. Linhart (GF, SENAT), S. Massera (Erste Bank), W. Fröhlich, MA (SENA)
  • Bild 2: Circular Economy-Experte und Sozialunternehmer Sepp Eisenriegler, MBA, MAS (GF, R.U.S.Z.) beim SEF19
  • Bild 3: Das SEF19 als Plattform für Social Entrepreneurs. Li: Perrine Schober (Shades Tours), Hannah Lux (Vollpension)
  • Bild 4: Social Entrepreneurs am Podium des SEF19: (vlnr) Mag.a Haider (equalizent), D. Kotzmuth (Dahir), P. Schober (Shades Tours), G. Kotzmuth (Dahir), W. Fröhlich, MA (SENA), Mag.aS. Knautz (Schwarzkopf)

 

Impressum

  •  SENAT DER WIRTSCHAFT Österreich
  • Bundesgeschäftsstelle | Rotenturmstraße 5-9/1 | 1010 Wien
  • office@senat-oesterreich.at | www.senat-oesterreich.at
  • Tel.: +43 1-505 3548 | Fax: +43 1-505 3548-20

 

 

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12. SEPTEMBER 2019 | ASTEN/OÖ: WIE DIE DIGITALISIERUNG DES MITTELSTANDS GELINGT

Im Rahmen der MITTELSTANDS-ALLIANZ lud der SENAT DER WIRTSCHAFT am 12. September 2019 zum Digitalisierungs-Talk nach Asten, Oberösterreich. Gemeinsam mit der Eigentümer- und Gründerfamilie des Paradeunternehmens backaldrin International The Kornspitz Company GmbH, der Familie Augendopler, begrüßten der SENATs-Vorstandsvorsitzende Hans Harrer und Dr. Johannes Linhart als Geschäftsführer der MITTELSTANDS-ALLIANZ über 50 UnternehmerInnen, die praxisbezogene Informationen erhielten, wie die Digitalisierung des Mittelstands gelingen kann.

Im Zentrum stand nicht das Theoretisieren, sondern das Tun – präsentiert anhand verschiedener spektakulärer Best Practice-Beispiele: Von KMUs und Großunternehmen der Old-Economy bis hin zu Beispielen aus der Start-up-Szene. Dabei wurde verdeutlicht, wie die Digitalisierung, im Sinne von Prozessoptimierung, die Digitale Transformation bzw. Disruption auf allen gesellschaftlichen und unternehmerischen Ebenen vorantreibt. Nicht vergessen wurde dabei auch das Thema Finanzierung von Digitalisierung. Instrumente dafür finden SenatorInnen in der Finanz-Toolbox des SENAT DER WIRTSCHAFT.

DI Werner Kraus, Senior Vice President Business & Wholesale von Magenta Telekom, zeigte in einer Kurz-Keynote auf, welche Rolle infrastrukturelle Maßnahmen, wie z.B. der Ausbau des 5G-Netzwerks, im Zuge der Digitalisierung spielen und gab auch Einblicke, wie er mit seinem Unternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung aufgreift und umsetzt.

In einem weiteren Impulsvortrag legte Prof. (FH) Mag. Gerhard J. Kormann-Hainzl, Professor Digital & International Business an der IMC Fachhochschule Krems dar, wie Digitale Transformation letztlich nur durch Kooperation gelingen kann. Nur wer es versteht, Digitale Hubs zu nutzen und sich an den Digital Champions orientiert, wird die Möglichkeiten der digitalen Transformation für sich am besten nutzen und die Resilienz seines Unternehmens sichern können.

Als Überleitung zum Get-together im World Café-Format, mit Möglichkeiten zum individuellen Informationsaustausch, folgten mehrere Kurzimpulse, bei denen verschiedene Aspekte der Digitalisierung praxisbezogen beleuchtet wurden. Folgende Themen wurden, moderiert vom Digitalisierungs-Experten Josef Kranawetter, behandelt:

  • “Fitness Check – was und wie digitalisieren” von Mag. (FH) Markus Hickl (Senior Manager, BDO Consulting GmbH)
  • “Digitale Transformation – Microsoft Dynamics 365 ERP und d.velop d.3 ECM in perfekter Symbiose“ von DI Peter Berner (Geschäftsführender Gesellschafter, COUNT IT Group)
  • “Innovationsforschung sowie Effiziente Virtuelle Entwicklung und Inbetriebnahme” von DI Gerald Schatz (Geschäftsführer, LCM-Linz Center of Mechatronics)
  • “Digitales Reisekostenmanagement und Mitarbeiter-Benefits” von Mario Nowak (CEO, Clevexa/CorpLife GmbH)
  • “Internet of Things & mobile Datennetze” von DI Werner Kraus (Senior Vice President Business & Wholesale, Magenta Telekom)
  • “Virtual- und Augmented Reality: Zukunft oder Gegenwart?” von Ari Christian Benz (Gründer von SQUAREBYTES)
  • “Finanzierung” von Dr. Johannes Linhart (Geschäftsführer, MITTELSTANDS-ALLIANZ)

Ari Christian Benz (Gründer, SQUAREBYTES) schuf für die BesucherInnen die Möglichkeit, im Zuge des Get-togethers in der Live-Erlebnis-Area Virtual- & Augmented Reality vor Ort zu erleben. Den Gästen wurde so ein höchst informativer und praxisbezogener Zugang zu verschiedenen Themen der Digitalisierung ermöglicht, der außergewöhnlich positives Feedback zur Folge hatte.

Die Veranstaltung wurde durch extensives Netzwerken, bis spät in die Nacht hinein, bei einem phantastischen Büffet und mit persönlichen Führungen durch das betriebseigene Museum Paneum – Wunderkammer des Brotes – ein architektonisches Juwel mit tausenden bis zu 8000 Jahre alten Kunst und Kulturschätzen rund um das Thema Brot – abgerundet. Wir danken dafür den großzügigen Gastgebern, den Herren Senatoren Peter Augendopler Sr. und Jr. und Senatorin Mag. Regina Augendopler.

Eine Weitere SENATS-Veranstaltung zu diesem Thema wird in Partnerschaft mit der Plattform St. Pölten 2020 am 26. November im Forum der NÖ Versicherung im Regierungsviertel St. Pölten stattfinden.

 

Fotocredit: Dr. Roland Pelzl