21. OKTOBER 2016 | EEDF – EUROPEAN ECONOMIC DANUBE FORUM
SMART CITIES: DIE CHANCE FÜR DEN MITTELSTAND IM GESAMTEN DONAURAUM
Im gefüllten Brunnensaal des Stifts Göttweig fanden sich Wirtschaftstreibende aus über 10 Ländern aus dem gesamten Donauraum ein, um Neues über die Chancen zu erfahren, die sich durch aktuelle Smart City-Projekte vor allem für den Mittelstand ergeben. Das seit 2013 jährlich stattfindende EEDF – EUROPEAN ECONOMIC DANUBE FORUM des SENAT DER WIRTSCHAFT, das in Kooperation mit SECI – Southeast European Cooperative Initiative und der EU-Donauraumstrategie “Competitveness” veranstaltet wird, war ein großer Erfolg!
UnternehmerInnen aus unterschiedlichsten Branchen nutzten die Gelegenheit zum Networking auf höchstem Niveau, um RepräsentantInnen von verschiedensten Unternehmen, der EU-Kommission, der EU-Donauraumstrategie, der OSCE und verschiedenster Städte im Donauraum zu treffen. Aus Prag, Sibiu, Zagreb, Wien und Stockholm wurde an praktischen Beispielen gezeigt, was Smart City-Konzepte in der Umsetzung bedeuten. Der Fokus lag dabei auf dem Mittelstand, denn die breite Basis der Unternehmen ganz ganz besonders profitieren, wenn sie an der Neuausrichtung der Städte partizipiert.
Einleitend stellte Gabor Hunya, Senior Economist des wiiw, das Wirtschaftspotenzial des Donauraums in seiner Gesamtheit anhand der umfassenden Studie dar, die kürzlich im Auftrag der EUSDR fertiggestellt wurde. Von Dr. Johann Sollgruber, Repräsentant der EU-Kommission, und Dr. Hans-Peter Herdlitschka, EU-Donauraum-Koordinator für “Wettbewerbsfähigkeit”, wurden bereits existierende Finanzierungsinstrumente vorgestellt, die die Projektumsetzung ermöglichen. Ergänzt wurden die Praxisbeispiele aus verschiedenen Städten durch Reflexionen von Prof. Arch. Dr. DI Ramesh Biswas, international tätiger Smart-City-Architekt mit Lehrtätigkeit an über 40 internationalen Universitäten, der zu den projektkritischen Faktoren Stellung nahm, und von Brigadier a.D. Norbert Fürstenhofer vom Zentrum für Risiko- & Krisenmanagement, der für die gesellschaftliche Sicherheit relevante Punkte akzentuierte.
Den Abschluss bildeten zwei hochkarätig besetzte Panel-Gespräche. Im ersten Panel mit RepräsentantInnen offizieller Institutionen, wie z.B. Dragica Krajic MSc vom kroatischen Wirtschaftsministerium und EUSDR-Koordinatorin und Mag. Dr. Andreas Strasser, Head of Corporate & Project-Finance der Hypo NOE Bank AG, wurde hervorgehoben, was Städte beitragen können, um Smart City-Konzepte zu forcieren. In der zweiten Gesprächsrunde nahmen UnternehmerInnen am Podium Platz, um ihre Rolle hervorzuheben. Mit dabei die Direktorin des Steinbeis Transferzentrums, Ana Turcan, der CEO der trenkwalder International AG, Karoly Pataki, der Österreich-GF der internationalen Technologiegruppe Weidmüller, Josef Kranawetter, und Ing. Günther Probst, CEO des Robotik-Unternehmens Schmachtl GmbH. Die Schlussfolgerungen beider Panels wurden von Dr. Wolf Engelbach von Morgenstadt Fraunhofer IAO zusammengefasst.
Der für das EEDF projektverantwortliche Geschäftsführer-Operations des SENAT DER WIRTSCHAFT, Jochen Ressel, fasst das Sympoisium wie folgt zusammen: “Mit dem Thema ‘Smart Cities’ konnten wir den Unternehmen einen praxisorientierten Überblick ermöglichen und sie aktiv mit Personen vernetzen, die bei der Umsetzung konkreter Projekte Andockmöglichkeiten bieten. Neben dem Wissenstransfer in höchster Qualität bietet das EEDF somit auch den optimalen Hebel, um institutionelles Wissen in die wirtschaftliche Praxis zu überführen.” SENATs-Vorstand Hans Harrer ergänzt: “Wir sind stolz und glücklich, für die EU-Donauraumstrategie als Partner zu fungieren und so zum Wohle der mittelständischen Wirtschaft ganz aktiv und praxisbezogen beizutragen. Mit unserer internationalen Vernetzungskompetenz beweist das EEDF einmal mehr, dass wir die Wirtschaftsentwicklungsplattform mit Donauraumkompetenz auf höchstem Niveau sind. Das wurde durch das im Rahmen des EEDF Anfang September organisierte ‘Danube Macro Region Business Forum’ zum Thema ‘Ökologie im Donauraum’ klargemacht und findet Ende Oktober beim EEDF in Novi Sad eine weitere Fortsetzung.”
Präsentationen – EEDF-Göttweig 2016 zum Download



















„Dr. Erhard Busek, unser Präsident, war ein weltoffener, werteorientierter österreichischer Politiker internationalen Formats. Mit seinem innovativen Denken und Handeln hat er stets die Werte für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich mit Weitblick vertreten. Es war ihm wichtig, dass es in Österreich eine treibende Kraft zur Gestaltung einer ökosozialen und zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft gibt. Für mich persönlich war er nicht nur Mentor, sondern auch ein langjähriger Wegbegleiter, der immer wieder bewiesen hat, geht nicht gibt’s nicht“. [hans harrer]
Dr. Busek war es auch ein besonderes Anliegen, dass wir über die Grenzen hinaus im laufenden Austausch mit den Partnerinstitutionen sind, insbesondere mit Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Ungarn, Kroatien sowie im gesamten Donauraum, in Südtirol und der Schweiz. Grenzüberschreitende Wirtschaftskooperationen waren von seinem europäischen Denken getragen. Mit Dr. Erhard Busek verlieren nicht nur wir, der Senat der Wirtschaft, sondern unser Land einen großen Europäer, einen Vordenker, einen Förderer von Kunst, Kultur und Wissenschaft, einen oft zurecht unbequemen, klugen Politiker, der uns allen schmerzlich fehlen wird. [gabriele stowasser]