Fachkräftemigration aus Drittstaaten
Fachkräftemangel ruft nach qualifizierter Arbeitsmigration!
Der sich immer mehr zuspitzende Fachkräftemangel in Österreich ist dramatisch und stellt nicht nur betriebswirtschaftlich ein Problem dar, sondern muss im zunehmenden Maß auch volkswirtschaftlich betrachtet werden. Die Kluft am Arbeitsmarkt verschärft sich kontinuierlich: Bestimmte Berufe, insbesondere im Gesundheits- und Pflegewesen, in Tourismus und Gastronomie (z. B. Köche, Metzger, Kellner) sowie im produzierenden Gewerbe (Schweißer, Maschinenführer und Wartungspersonal), können kaum von den Produktivitätsgewinnen durch KI und Automatisierung profitieren.
Gleichzeitig werden diese Berufsgruppen in den bestehenden heimischen Ausbildungsformaten nicht ausreichend berücksichtigt, obwohl gerade diese Branchen vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft und der Wirtschaftsstruktur Österreichs eine systemkritische Rolle einnehmen. Zudem stehen sie im Wettbewerb mit der öffentlichen Verwaltung und Interessenvertretungen, die für teilweise weniger sozial- und wirtschaftlich relevante Tätigkeiten höhere Löhne und mehr Arbeitsplatzsicherheit bieten.
Aus betriebs- wie volkswirtschaftlicher Perspektive ist daher eine qualifizierte und strategisch gesteuerte Fachkräftemigration – insbesondere aus Drittstaaten – unverzichtbar und sollte im Unterschied zur illegalen Fluchtmigration aktiv unterstützt werden. Voraussetzung dafür ist eine angemessene Risikoteilung zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen.

