Europas Wettbewerbsfähigkeit braucht mehr als technologischen Fortschritt
Dr. Benita Ferrero-Waldner, Präsidentin des SENAT DER WIRTSCHAFT, diskutierte bei NexusNow 2026 in Salzburg über Europas wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und die Zukunft des europäischen Industriestandorts.
Wie bleibt Europa als Industrie- und Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig? Welche Bedeutung haben digitale Souveränität, Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit für die industrielle Transformation? Und welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen braucht es, damit Innovationen schneller umgesetzt werden können?
Mit diesen zentralen Fragen beschäftigte sich die exklusive Veranstaltung NexusNow 2026, zu der unser SENAT-Partner COPA-DATA am 8. Oktober nach Salzburg eingeladen hatte. Rund 100 hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kamen bei der dritten Ausgabe des Forums zusammen, um über die Zukunft der europäischen Industrie- und Energiewirtschaft sowie die Herausforderungen der digitalen Transformation zu diskutieren.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur der technologische Fortschritt, sondern vor allem die Frage, wie Europa seine wirtschaftliche Stärke sichern, seine Handlungsfähigkeit ausbauen und im internationalen Wettbewerb wieder an Dynamik gewinnen kann.
Technologischer Fortschritt allein reicht nicht
Europa verfügt über innovative Unternehmen, industrielles Know-how und enormes wirtschaftliches Potenzial. Doch Innovation allein sichert noch keine Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend ist, ob Unternehmen unter den bestehenden Rahmenbedingungen auch erfolgreich investieren, wachsen und neue Technologien wirtschaftlich nutzen können.
Hohe Energiepreise, zunehmende Bürokratie und komplexe regulatorische Anforderungen setzen den Industriestandort unter Druck. Gleichzeitig erfordern Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit erhebliche Investitionen und neue Kompetenzen.
Europa braucht deshalb nicht nur technologische Innovationen, sondern vor allem eine Wirtschaftspolitik, die unternehmerische Initiative stärkt, Investitionen erleichtert und wirtschaftliche Eigenständigkeit ermöglicht. Weniger bürokratische Hürden, verlässliche Rahmenbedingungen und mehr unternehmerischer Handlungsspielraum sind dafür wesentliche Voraussetzungen.
Europas wirtschaftliche Handlungsfähigkeit im Fokus
In ihrer Rede und der anschließenden Podiumsdiskussion „Weiterentwicklung wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit in und mit Europa“ brachte Dr. Benita Ferrero-Waldner ihre langjährige internationale Erfahrung und ihre Perspektive auf die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen Europas ein.
Unter der Moderation von Johannes Wolf, Geschäftsführer von COPA-DATA CEE/ME, wurden internationale, europäische und nationale Sichtweisen auf die Zukunft des Wirtschafts- und Industriestandorts zusammengeführt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Europa seine wirtschaftlichen Stärken besser nutzen, seine digitale und technologische Souveränität ausbauen und im internationalen Wettbewerb wieder an Dynamik gewinnen kann.
Der Austausch verdeutlichte: Die industrielle Transformation ist nicht allein eine technologische Herausforderung, sondern auch eine wirtschaftspolitische Gestaltungsaufgabe. Sie erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie den Mut, notwendige Veränderungen konsequent voranzutreiben.
Neben dem strategischen Dialog bot NexusNow praxisnahe Einblicke in Digitalisierung, industrielle Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit. Damit schlug das Forum die Brücke zwischen den langfristigen Herausforderungen Europas und konkreten technologischen Lösungen für die Unternehmenspraxis.
Dialog schafft Perspektiven für Europas Zukunft
Für den SENAT DER WIRTSCHAFT steht fest: Ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort ist die Grundlage für Wohlstand, Beschäftigung und gesellschaftliche Stabilität. Dafür braucht Europa innovative und leistungsfähige Unternehmen, politische Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen, und den gemeinsamen Willen, Herausforderungen in konkrete Lösungen zu übersetzen.
NexusNow 2026 zeigte, wie wichtig der offene Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, neue Impulse zu setzen und gemeinsam an einem starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Europa zu arbeiten.
Ein herzlicher Dank gilt unserem SENAT-Partner COPA-DATA für die Einladung, die gelungene Veranstaltung und den wertvollen Austausch auf Augenhöhe.
Denn Europas Zukunft entscheidet sich nicht allein daran, welche Technologien wir entwickeln, sondern vor allem daran, ob wir die Rahmenbedingungen schaffen, um daraus wirtschaftliche Stärke zu machen.
Fotocredit: © Doris Nowotny/COPA-DATA








